Neues Gespann: Bär und Bärenleiher verbreiten Freude

Brezelfest

Sie sind schon lange befreundet, beide gebürtige Kirchhellener, im selben Kegelverein und natürlich beide mit ganzem Herzen Brezelbrüder. Dieses Brezelfest wird Nils Hetkämper-Flockert und Bernd Janinhoff noch enger miteinander verbinden, werden sie dann doch als Bär und Bärenleiher gemeinsam durch die Straßen ziehen.

KIRCHHELLEN

, 21.08.2017, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir wurden von unseren Vorgängern gefragt, ob wir das machen wollen“, erzählen die beiden Freunde. „Und wenn man das gefragt wird, dann sagt man nicht ‚Nein’. In einigen Jahren sind wir für den Job nämlich zu alt“, finden die 19-Jährigen. Ihre Kostüme haben sie schon fast zusammen. „Ich habe Klotschen, Cordhose, Hut und vier Lodenmäntel, von denen ich mir für das Fest einen aussuchen kann“, erzählt Bernd.

Der Stock mit der Rassel und die traditionelle Spendendose, in die die Besucher Spenden für den guten Zweck und einen Bärentanz stecken können, stehen noch auf ihrer Besorgungsliste. Aber das wichtigste, das Bärenfell, vererbt von Simon Schmitz, liegt bei Nils zu Hause. „Zum Glück wurde es vorher noch mal heiß gewaschen“, sagt Nils lachend und spielt auf die vielen Tropfen Schweiß an, die der Bär beim Brezelfest verliert. Zu seiner Freude ist das Gesicht frei, sodass der Schweiß ablaufen kann.

Nur kleine Sehschlitze

Das war bei Rainer Kahnerts Kostüm anders. Der Bär der Jahre 1983, 1987 und 1990 konnte nur durch zwei kleine Schlitze sehen. „Da musste der Bärenleiher immer ein Auge auf seinen Kumpel haben“, erinnert er sich an den „nicht ungefährlichen“ Job. In seinem Eisbärenkostüm sei er bei den Besuchern aber sehr gut angekommen. „Gerade bei den Kindern war der Bär sehr beliebt, eine echte Attraktion“, sagt Rainer Kahnert mit einem Lachen.

Auch rund 30 Jahre später wollen Bär Nils und Bärenleiher Bernd vor allem für Spaß unter den Besuchern sorgen. Wer dabei den härteren Job hat? „Naja, der eine schwitzt und der andere muss die Leute anquatschen und Quatsch machen. Das tut sich nicht viel“, sagen sie lachend. Das Ziel der beiden jungen Männer ist ganz klar: „Abends noch ins Zelt zu kommen.“

Langer Tag

Denn der Tag ist lang. „Morgens um 6 Uhr geht es mit dem Frühschoppen los und dann geht das ja den ganzen Tag bis zum Abend“, sagt Nils Hetkämper-Flockert. Da hilft nur eins, weiß auch Papa-Bär Rainer Kahnert: „Viel Wasser und wenig Bier!“  

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