Neues Konzept: Vier Spielplätze sollen aufgegeben werden

rnSpielplätze

Ein neues Konzept soll durch die Aufgabe von Spielplätzen Einsparungen von rund 175.000 Euro jährlich bringen. Andere Spielflächen sollen dafür aufgewertet werden.

Kirchhellen

, 24.10.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn das Spielplatzkonzept, das das Landschaftsarchitekturbüro Hoff in den nächsten Wochen in diversen Auschuss-Sitzungen vorstellen wird, Realität wird, werden vier Spielflächen in Kirchhellen aufgegeben. In ganz Bottrop sollen die Spielplätze demnach von 155 auf 132 reduziert werden. 175.000 Euro sollen dadurch jährlich an Unterhaltungskosten gespart werden.

In Kirchhellen-Mitte leben aktuell rund 10.000 Menschen, darunter zirka 1600 Kinder. 26 Spielplätze gibt es dort - auf jeden davon kommen rein rechnerisch 64 Kinder. „Die Spiel- und Bolzplätze weisen überwiegend eine gute bis mittlere Qualität auf. Verbesserungen sollten im Bereich der Spiel- und Bewegungsqualität vorgenommen werden“, heißt es im Bericht des Büros Hoff.

Spielplatz am Finkenweg soll aufgegeben werden

In Mitte gebe es vor allem kleinere Spielbereiche, die jedoch gut erreichbar seien. Das Büro schlägt vor, den Spielplatz am Finkenweg stillzulegen. Dafür soll die Spielfläche am Kirchhellener Ring zu einem sogenannten Spielbereich B (ausgerichtet auf schulpflichtige Kinder und Jugendliche; Sand- und Matschspielmöglichkeiten; Geräte-, Bau-, Ball-, Lauf- oder Bewegungsspiele sollen ermöglicht werden) mit einer Größe von 2500 Quadratmetern ausgebaut werden.

In Grafenwald gibt es laut Konzept genug Spielflächen. Knapp 5700 Menschen leben dort, davon 812 Kinder. Zwölf Spielflächen gibt es im Stadtteil, auf jeden kommen 68 Kinder. Das Büro Hoff bescheinigt den Plätzen eine gute bis mittlere Qualität. Die Flächen lägen nah beieinander, es gebe viele Privatgärten mit Spielgeräten und viele freie Spielflächen durch die ländliche Umgebung.

„Somit empfiehlt es sich, trotz des geringen Versorgungsgrads, drei der Flächen aufzugeben“, heißt es im Bericht des Büros. Wegfallen sollen demnach die Spielplätze an der Spenglerstraße, am Holzfäller- und am Glasbläserweg. Dafür sollen aus den Flächen am Prozessionsweg/Friedensstraße sowie dem Bolzplatz an der Festwiese ein größerer und besser ausgestatteter Spielbereich werden.

Im Nordwesten soll es weiterhin keine Spielplätze geben

Im Bereich Kirchhellen Nord-West gibt es bislang keine städtischen Spielplätze. Das soll auch nach dem neuen Konzept so bleiben: „Aufgrund der durch Landwirtschaft geprägten, landschaftlichen Struktur mit wenigen Wohngebäuden sieht die Konzeption auch in Zukunft keine Spielflächen in diesem Bezirk vor.“ Rund 1400 Einwohner, darunter 229 Kinder, leben dort.

Das Fazit des Büros Hoff zu den Spielplätzen in Kirchhellen Nord-Ost ist eindeutig: gute Qualität und wenig Handlungsbedarf. Knapp 2500 Menschen, davon 471 Kinder, wohnen dort. Vier Spielflächen gibt es, jedoch keinen großen Spielplatz, keine Kleinspielflächen oder einen Bolzplatz. Aufgrund der ländlichen Umgebung mit vielen Spielmöglichkeiten und der lockeren Bebauung rät das Büro Hoff auch davon ab, solche Flächen einzurichten.

Jetzt lesen

Grund für das neue Konzept war eine Prüfung, die bereits 2014 gezeigt hatte, dass Bottrop im Vergleich mit anderen Kommunen in NRW überdurchschnittlich viele Spiel- und Bolzplätze je Einwohner hat und diese überdurchschnittlich groß sind. Damals wurde die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl und Partner beauftragt, ein Gesamtkonzept für die Spielflächen in Bottrop zu erstellen. Diese errechnete ein Einsparvolumen von 360.000 Euro durch die Reduzierung der Anzahl der Spielplätze.

Neues Konzept bezieht Bevölkerungsentwicklung mit ein

Neue Entwicklungen bei den Bevölkerungszahlen (leichter Anstieg bei den Einwohnerzahlen) hatten es 2017 jedoch notwendig gemacht, dieses Konzept zu überarbeiten. So beauftragte die Stadt Bottrop das Landschaftsarchitekturbüro Hoff, die Spielplätze der Stadt zu untersuchen.

  • Das Spielplatzkonzept wird als erstes im Jugendhilfeausschuss am 29. Oktober (Dienstag), dann in den Sitzungen der Bezirksvertretungen sowie im Bau- und Verkehrsausschuss am 8. November (Freitag).
  • In Kirchhellen tagt die Bezirksvertretung am 5. November (Dienstag) um 15 Uhr im Sitzungssaal der Bezirksvertretung.
Lesen Sie jetzt