Oberbürgermeisterwahl: Tischler glaubt an neuen Feuerwehr-Standort

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In einer Serie stellt die Dorstener Zeitung die Bottroper Oberbürgermeisterkandidaten und ihre Sicht auf Kirchhellen vor. Den Anfang macht der amtierende Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Kirchhellen, Bottrop

, 21.08.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bernd Tischler ist seit 2009 Oberbürgermeister der Stadt Bottrop. Im September möchte der 61-jährige Vater von zwei Kindern es noch einmal wissen und kandidiert erneut für die SPD als Oberbürgermeisterkandidat. Tischler hat sich bislang, so die Meinung vieler Bottroper, gut durch die Corona-Krise gekämpft. So gut, dass sich die Bottroper CDU dazu entschlossen hat, ihm nicht mit einem eigenen Kandidaten Konkurrenz zu machen.

Tischler lebt für seine Stadt. „Unsere Stadt hat in vielen Beziehungen einen guten Lauf: sowohl in wirtschaftlicher als auch in sozialer und ökologischer Sicht. Mein Herzenswunsch ist es, diesen guten Lauf in den nächsten Jahren noch zu verbessern“, sagt er. Doch was denkt er über Themen, die Kirchhellenern am Herzen liegen?

Senioren

Ein Thema, das Kirchhellen bewegt, ist der hohe Anteil von Senioren an der Bevölkerung im Ort. Tischler ist der Meinung, dass es in Kirchhellen gute Rahmenbedingungen für das Älterwerden gibt. „Diese guten Lebensbedingungen zu erhalten und weiter zu entwickeln, ist mein Ziel“, so Tischler. Deshalb würden aktuell auch 15 Tagespflegeplätze in Kirchhellen-Mitte entwickelt.

Feuerwache

Der neue Standort der Kirchhellener Feuerwache an der Rentforter Straße ist ein weiteres viel diskutiertes Thema im Ort und stößt besonders bei Anwohnern und Umweltschützern auf Kritik. „Der Standort an der Rentforter Straße ist am besten geeignet“, so Bernd Tischler. Im anstehenden Bebauungsplanverfahren würden die Umweltbelange und die Interessen der Anwohner berücksichtigt. „Ich bin mir sicher, dass wir dabei ein gutes Ergebnis erreichen werden.“

Die Feuerwache in Kirchhellen wird neu gebaut. Bernd Tischler macht sich für den vorgeschlagenen Standort an der Rentforter Straße stark.

Die Feuerwache in Kirchhellen wird neu gebaut. Bernd Tischler macht sich für den vorgeschlagenen Standort an der Rentforter Straße stark. © Manuela Hollstegge (A)

Ehrenamt

Kirchhellen ohne Ehrenamtliche? Unvorstellbar. Doch wie kann das Ehrenamt im Ort erhalten und gestärkt werden? Der amtierende Oberbürgermeister setzt dabei vor allem auf bereits bestehende Maßnahmen. So nennt er zum Beispiel die Ehrenamtsagentur und die Einführung der Ehrenamtskarte in NRW.

Jugendliche

Das neue Jugendhaus im Ort hat gerade erst eröffnet. Doch, muss noch mehr für die Kinder und Jugendlichen in Kirchhellen getan werden? Bernd Tischler möchte erst einmal abwarten, wie die neue Einrichtung angenommen wird. „Da bin ich aber sehr zuversichtlich. So war zum Beispiel das Sommerferienangebot bereits am ersten Tag ausgebucht“, so Tischler.

Einzelhandel

In der Bottroper Innenstadt können Kunden bald bis Ende des Jahres kostenlos parken, doch was kann die Politik dafür tun, die Kaufkraft in Kirchhellen zu halten? Tischler setzt dabei vor allem auf gute Rahmenbedingungen. Dabei verweist er auch auf den Neubau an der Ecke Schulze-Delitzsch-Straße/Hauptstraße, der inzwischen gut angenommen werde und zu einer Belebung des Ortskerns geführt habe. „Auf Vorschlag der SPD wurde ein Verzicht auf Sondernutzungsgebühren bis zum Jahresende beschlossen, dies kommt auch Kirchhellen zu Gute“, so der 61-Jährige weiter.

Verkehrssicherheit

Ob zu Fuß, mit dem Rad, oder dem Auto: Wie steht es um die Verkehrssicherheit in Kirchhellen? Tischler sagt: „Kirchhellen ist sicher.“ Die Verkehrssicherheit werde kontinuierlich verbessert, auf neue Probleme werde zügig reagiert. Als Beispiele führt er die Fahrradstraße Wiedau/Burgstraße, den stationären Blitzer auf der Bottroper Straße, die Planung eines Kreisverkehrs im Bereich Pels-/Hauptstraße und den Radweg nach Gahlen an.

Bottrop vs. Kirchhellen

Immer wieder gibt es im Ort Kritik daran, dass Kirchhellen sowohl bei der Verwaltung als auch in der Bottroper Politik „außen vor“ ist. Der Oberbürgermeister widerspricht diesem „Vorurteil“: „Die Kirchhellener kennen mich und wissen, dass es ein ‚Außen vor‘ mit mir nicht gibt.“ Nicht umsonst trage die Bezirksverwaltungsstelle den Titel “Rathaus Kirchhellen“.

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