Ortsgeschichte in 157 Bildern

Neues Buch des Heimatvereins

Insgesamt 157 Bilder aus Kirchhellen sind im neuen Fotobuch „Photos von Theodor Steinmann“ abgebildet. Mehr als ein halbes Jahr dauerten die Arbeiten dafür. Der 47. Band der Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatkunde wurde bereits an die 730 Mitglieder verteilt und ist nun in der Humboldt-Buchhandlung (Schulze-Delitzsch-Straße 1) für 15 Euro erhältlich.

Kirchhellen

von Sebastian Pels

, 19.07.2016, 12:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fotografenmeister Manfred Hedwig, Rainer Weiß (Texter), Theo Grafe (Anzeigen) und Ferdinand Schmitz, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, (v.l.n.r.) bei der Präsentation des neuen Buches.

Fotografenmeister Manfred Hedwig, Rainer Weiß (Texter), Theo Grafe (Anzeigen) und Ferdinand Schmitz, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, (v.l.n.r.) bei der Präsentation des neuen Buches.

Das Problem dürfte so manch einem bekannt sein: Man hat eine mehr oder weniger große Anzahl von alten Fotos und weiß nicht mehr, wer oder was darauf zu sehen ist. Die Bilder wurden nicht beschriftet, da die früheren Inhaber wussten, was abgelichtet wurde. So ging es auch dem Fotografenmeister Manfred Hedwig. Bei ihm waren es aber keine alten Familienfotos, sondern der berufliche Nachlass des 1927 verstorbenen Kirchhellener Fotografen Theodor Steinmann. Auf dem Dachboden des Steinmannschen Hauses lagerte über Jahrzehnte eine hohe Anzahl an alten Glasnegativen. Nur rund 300 überstanden die erheblichen Temperaturschwankungen der vergangenen Jahre.

Die Idee, aus den erhalten gebliebenen Fotos ein Buch zu machen, entstand bei einem Besuch von Heimatvereinsmitglied Rainer Weiß bei Manfred Hedwig. „Ich war von der Menge der Bilder überrascht“, so Weiß. „Da sich der Heimatverein jedes Jahr fragt, welches Thema im nächsten Buch behandelt werden soll, dachte ich mir, dass sich die Fotos dafür perfekt eignen.“

Arbeiten seit Herbst

Die Arbeiten am Buch begannen im Herbst des vergangenen Jahres. Die Texte verfasste Rainer Weiß. Um das Einscannen der Fotos kümmerte sich Manfred Hedwig. „Leider wissen wir bei vielen Fotos nicht, wen sie zeigen“, so Hedwig. „Deshalb fand auch eine Ausstellung in der Volksbank Kirchhellen statt. Dadurch konnten eine Reihe der abgelichteten Personen identifiziert werden“, ergänzte Weiß. 

Theodor Steinmann war über Jahre Kirchhellens einziger Fotograf. Er benutzte seine Motive für die Erstellung von Postkarten. Außerdem erhielt er gezielte Anfragen von Schulen, Vereinen und Familien. „Da Steinmann quasi konkurrenzlos war, gehen wir davon aus, dass die meisten der Kirchhellener Fotos bis zum Jahr 1927 aus seiner Kamera stammen“, erklärte Rainer Weiß.  

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