Pamela bleibt

Mitschüler erleichtert

Eine richtig gute Nachricht erreichte die Schüler der 4. Klasse der Johannesschule am Donnerstag: Pamela darf bleiben. Das albanische Mädchen und seine Familie sollten nach zwei Jahren Aufenthalt in Deutschland abgeschoben werden. Pamelas Mitschüler und Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder machten sich dafür stark, dass die Elfjährige bleiben darf.

KIRCHHELLEN

, 07.07.2017 / Lesedauer: 2 min
Pamela bleibt

Juhu! Pamela darf bleiben. Den Mitschülern und Pamela fällt ein Stein vom Herzen.

„Ich war eigentlich schon im Bett, als ich erfuhr, dass wir bleiben dürfen und darüber freue ich mich sehr“, sagt Pamela. Die Familie von Pamela muss nicht nach Albanien zurückkehren, weil die Eltern Ausbildungsplätze gefunden haben. Das Ausländeramt der Stadt Bottrop genehmigte die Ausbildungen der Eltern und besiegelte damit, dass die sechsköpfige Familie vorläufig hier verweilen darf. „Damit hat die Familie das Bleiberecht bis 2020“, erklärt Ulrich Schulze, Pressesprecher der Stadt Bottrop, auf Anfrage der Dorstener Zeitung. Wenn ein Elternteil die Ausbildung abbrechen würde, müsste es mit den Kindern zurück nach Albanien, das als sicheres Herkunftsland gilt. „Es schließt sich kein Bleiberecht an. Das ist die Rechtslage“, so Schulze weiter.

Plakate und Unterschriften

Mit einer Unterschriften- und Plakat-Aktion protestierten Pamelas Mitschüler im Frühjahr gegen die Abschiebung. Innerhalb von zwei Wochen sammelten sie 1043 Unterschriften. Die Liste mit den Unterschriften übergaben die Johannesschüler an Ludger Schnieder. Auch der atmet jetzt auf: „Es freut mich natürlich sehr für die Familie und die Mitschüler, die sich so engagiert eingesetzt haben“, sagt der Bezirksbürgermeister. Auch die Schulleiterin der Johannesschule, Irene Overlack, fühlt mit: „Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet“, sagte sie gestern. Die Mitschüler sind heilfroh, dass sie sich nicht von Pamela verabschieden müssen. „Wir wollten eigentlich diesen Sommer Halloween mit Pamela feiern, damit sie das noch miterlebt. Aber jetzt können wir eine richtige Übernachtungsparty im Oktober machen“, so die Freundin und Mitschülerin Tabea.

Pläne für die Zukunft

Pamela und Tabea besuchen nach den Ferien gemeinsam die St.-Ursula-Realschule in Dorsten und hoffen, dass sie in eine Klasse kommen und nebeneinander sitzen dürfen. „Sonst wechseln nur Jungs aus dieser Klasse zu St. Ursula“, sagt Tabea. Aber sicher würde Pamela auch allein mit den Jungs klarkommen. Denn: „Es ist echt toll und cool, dass sie bleibt, weil sie eine gute Freundin ist“, sagt Jan und grinst.   

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