Petition fordert Verbot von Kunstfliegerei an der Schwarzen Heide

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Eine neue Online-Petition richtet sich gegen den Kunstflug am Flugplatz Schwarze Heide in Kirchhellen. Flugzeugbauer Walter Extra findet dafür klare Worte.

Kirchhellen

, 28.05.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tim Pillekamp wohnt in Hünxe - in direkter Nachbarschaft zum Flugplatz Schwarze Heide. Schon länger ist ihm der Lärm, den die Kunstflieger über seinem Kopf verursachen ein Dorn im Auge. Jetzt hat er eine Online-Petition gestartet.

„In den vergangenen Jahren haben die Flugbewegungen deutlich zugenommen“, sagt Pillekamp. Zwischen acht und neun Stunden täglich seien die Flieger teilweise unterwegs. Diese seien „extrem laut“ und würden zum Teil sehr tief fliegen. „Das ist schon sehr nervig, besonders weil sie ihre festgelegten Räume haben und dadurch fast immer an der gleichen Stelle bleiben.“ Fragwürdig seien auch die durch den Flugbetrieb ausgestoßenen Schadstoffe.

Gespräche haben bislang keine Ergebnisse gebracht

Es habe zwar 2019 schon Gespräche mit der Gemeinde Hünxe, Vertretern der Bezirksregierung Düsseldorf, der Flugplatzgesellschaft, Ratsmitgliedern und einigen Betroffenen gegeben, aber diese hätten nur die Erkenntnis gebracht, dass Flugbewegungen montags bis freitags von 7 bis 13 Uhr sowie von 15 Uhr bis nach Sonnenuntergang sowie an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 13 Uhr erlaubt seien.

In seiner Online-Petition fordert Pillekamp nun, dass das Kunstfliegen auf dem Flugplatz Schwarze Heide gänzlich verboten wird. „Wir sind nicht gegen den Flugplatz, wir fordern aber, dass der Kunstflug abgeschafft oder wenigstens extrem eingeschränkt wird“, erklärt der Initiator. Bislang hat er bereits 210 Unterschriften sammeln können (Stand 27. Mai, 15 Uhr). Viele Unterzeichner kommen aus Hünxe, andere aus Dorsten, Gahlen, Bottrop oder Oberhausen.

Klare Worte von Walter Extra

Klare Worte findet hingegen Flugzeugbauer und Unternehmer Walter Extra. „Ich bin skeptisch ob der Art und Weise, wie hier Meinungen generiert werden aufgrund persönlicher Bedürfnisse und aufgrund einer nur oberflächlich reflektierten Gesamtsituation“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. Die Flüge seiner Firma Extra Aircraft seien nicht mehr, sondern eher weniger geworden und auch seine Flugzeuge seien technisch weiter entwickelt worden und würden weniger Lärm verursachen.

„Seit Jahren machen wir nicht ungebremst von unserem Recht Gebrauch und nehmen Rücksicht“, so Extra. Es sei jedoch so, dass er „die besten Flugzeuge der Welt“ baue und das in der Region kaum honoriert werde. „Wir wollen keinem auf den Geist gehen und bemühen uns. Ich will aber tun, was ich tun darf, und habe daran natürlich ein geschäftliches Interesse“, stellt er klar.

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