Pflanzaktion kam bei Kindern gut an

Waldpädagogisches Zentrum

Eine Schaufel? Brauchte der sechsjährige Thorben Tkocz nicht, um genug Erde in sein Pflanztöpfchen zu bekommen. Einfach mit beiden Händen in die Erde gelangt und wenige Sekunden später war der Topf gut gefüllt. Allerdings nicht ganz voll, denn es sollte ja auch noch ein Bäumchen eingepflanzt werden.

Grafenwald

, 02.05.2017, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie Thorben sind in diesen Wochen 1268 Erstklässler aus 25 Grund- und Förderschulen und 54 Klassen am Waldpädagogischen Zentrum in Grafenwald zu Gast, um dort den Jahrgangswald vorzubereiten. Sechs Klassen aus drei Gladbecker Schulen sind in diesem Jahr dabei. Koordiniert wird das Ganze von 35 ehrenamtlichen Helfern.

2600 Bäumchen

2600 Bäumchen (Eiche, Hainbuche, Haselnuss, Wildkirsche und Linde) werden in den kommenden vier Jahren im jeweiligen Klassenbeet heranwachsen und zwischendurch immer wieder von den Kindern besucht, die dabei viel Wissenswertes über die Natur und den Wald lernen. Nach vier Jahren pflanzen sie die Bäumchen dann im Jahrgangswald aus.

Bei der Einpflanzaktion konnte der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Peter Pawliczek, am Dienstag viele Vertreter aus Politik (Stadt, Land und Bund), Wirtschaft und anderen Organisationen begrüßen, die das Projekt fördern. Seit 19 Jahren läuft es bereits. Pawliczek: „Insgesamt wurden 118 500 Bäumchen gepflanzt. Von über 53 000 Kindern. Geholfen haben dabei etwa 1500 ehrenamtliche Helfer.“ Ausgerechnet hat diese Zahlen Erich Schüttauf, der mit seinen 80 Jahren immer noch die Aktion organisiert.

Hochkonzentriert

Für die pädagogische Leiterin Eva Linhart treten die Zahlen jedoch in den Hintergrund: „Wenn Sie sehen, wie viel Spaß die Kinder haben, wenn sie die Bäumchen einpflanzen. Wie stolz sie sind, wenn sie sehen, dass sie einen neuen Wald gepflanzt haben.“

Thorben und seine Mitschüler traten wenige Minuten später für diese Sätze den Beweis an. Hochkonzentriert lauschten sie den Erklärungen unter anderem von Wolfgang Frings, um dann zur Tat zu schreiten. Zu Hause helfe er auch schon mal im Garten mit, erzählt Thorben, dem das Buddeln in der Erde gut gefiel. Dass sich die hinterher auch in den Gummistiefeln wiederfand, nahm er gerne in Kauf.

Lesen Sie jetzt