Prinz Paule übernahm die Kneipen-Regie

Comedy und Musik

Wenn die polnische Flagge über dem Eingang der Wöller Storwe hängt, dann wissen alle Besucher: Heute regiert wieder Prinz Paule in der kleinen Kneipe. Bevor es am Samstag (17. September) um Punkt 19 Uhr losging, hörte man schon draußen die lauten „Huh“-Rufe, die jeder noch von den Auftritten der Isländer bei der Fußball-EM kennt.

Grafenwald

, 18.09.2016, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

So wurde der Prinz in seinem Leopardenmantel bisher noch nie begrüßt: „Ich freue mich, dass ihr alle da seid“, sagte Prinz Paule, alias Berthold van Oepen, mit seinem leichten polnischen Akzent. Schon dafür erntete er Applaus, als er dann aber auch noch das erste Lied von Marius Müller Westernhagen anspielte, stiegen alle Zuschauer mit ein und sagen aus vollem Leibe: „Hier in der Kneipe, da fühl ich mich frei“.

Passend zur sportlichen Begrüßung, ließ es sich Prinz Paule natürlich auch nicht nehmen ein sportliches Resümee des Sommers zu ziehen. So zog er in gewohntem Witz über den Portugal-Schönling Ronaldo her und warf einen kritischen Blick auf die Doping-Diskussion bei den Olympischen Spielen. Mit seiner flapsigen, ironischen Art, nach echter Ruhrpott-Manier brachte er sein Publikum mit den spitzen Kommentaren, die sich durch den ganzen Abend zogen, immer wieder zum Lachen.

Altsaxophon und Keyboard

Natürlich durften auch am Samstag neben Comedy, Musik und Literatur nicht fehlen. Den Anfang machten David und Christoph mit Altsaxophon und Keyboard. Sie verzauberten das Publikum mit Interpretationen von „Halleluja“ bis „My way“ und erzeugten eine ganz gemütliche Wohnzimmerstimmung in der kleinen Kneipe am Prozessionsweg.

„Ich bin zu Tränen gerührt“, kommentierte Prinz Paule nach dem ersten Teil ihrer Vorführung. Auch das Publikum war begeistert und dankte mit lautem, anerkennenden Applaus. Während es bei David und Christoph eher ruhiger zuging, lieferte Josef mit seiner Leidenschaft zu Musik aus den 80er- und 90e-Jahren aus Österreich das komplette Gegenteil: Beim Song „Märchenprinz“ sangen alle aus der Kneipe mit. Harry Michael Liedtke übernahm den literarischen Teil und leistete sich in seiner Geschichte „Segen oder Sünde“ eine süße Lästerei über die katholische Kirche.  

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