Protestanten feiern ihren Gottesdienst im Movie Park

rnMovie Park

Einen Gottesdienst der anderen Art erlebten die Besucher am Sonntag im Movie Park. Dafür brauchten sie noch nicht mal aus ihren Autos aussteigen.

Kirchhellen

, 26.07.2020, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die evangelische Kirchengemeinde Bottrop lud am Sonntag unter dem Motto „Das Leben feiern“ zu einem Gottesdienst ins Autokino am Movie Park. In außergewöhnlichen Zeiten entstehen außergewöhnliche Ideen. Deshalb bot die evangelische Kirchengemeinde Bottrop einen Gottesdienst der etwas anderen Art. Gesungen und gebetet wurde in den Autos.

„Wir treffen uns hier, um im in außergewöhnlichen Zeiten Gemeinschaft zu erleben“, begrüßte Pfarrerin Anke Büker-Mamy die Gläubigen, die sich zur Abwechslung nicht in der Kirche trafen, sondern in ihren eigenen Autos saßen, um auf der großen Bühne am Movie Park ein ganz besonderes Erlebnis zu erfahren.

Schwerpunkt lag auf dem gemeinsamen Singen

Der Schwerpunkt des Programms lag auf dem gemeinsamen Singen. Etwas, das in Corona-Zeiten aufgrund der Infektionsgefahr in geschlossenen Räumen leider mit vielen Auflagen verbunden ist. Bereits vor dem eigentlichen Gottesdienst um 11 Uhr gab es ein Vorprogramm mit Gospels und fröhlichen Liedern von Kantor Matthias Uphoff und einer spontan zusammengestellten Band.

Anschließend folgte ein abwechslungsreicher und kreativ gestalteter Gottesdienst, der alle Generationen ansprechen sollte. So wurde zum Beispiel die große LED-Leinwand des Autokinos am Movie Park genutzt, um die Lesung als Film zu zeigen. Anschließend wurde als Puppenspiel das biblische Thema der „Speisung der 5000“ aufgegriffen.

Gottesdienstbesucher brachten selbst Brot mit

Damals teilte Jesus selbst das Brot - am Sonntag waren im Vorfeld die Gottesdienstbesucher aufgefordert worden, Brot und Getränke selbst mitzubringen. Beim Lied „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ sollten die Speisen gemeinsam in den Autos geteilt und verspeist werden.

Der Schwerpunkt beim Gottesdienst im Autokino lag auf dem gemeinsamen Singen.

Der Schwerpunkt beim Gottesdienst im Autokino lag auf dem gemeinsamen Singen. © Julian Schäpertöns

Bei den Fürbitten gedachte man unter anderem den Opfern der Loveparade. Das Unglück, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen und mindestens 652 weitere zum Teil schwer verletzt wurden, jährte sich am 24. Juli zum zehnten Mal. Doch die Fürbitten befassten sich auch mit der Gegenwart und sprachen sich für Menschen aus, die aufgrund des Coronavirus eine schwere Zeit durchleben mussten und müssen.

Kollekte für Gesundheitsstationen in Tansania

Die Kollekte geht nach Tansania, um den Menschen in der Corona-Pandemie zu helfen. Mit dem Geld werden kirchliche Gesundheitsstationen in den Dörfern unterstützt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt