Rauer Ton und harte Witze

Markus Krebs im Brauhaus

Markus Krebs erzählte am Mittwoch im Brauhaus am Ring seine Geschichten. Über zwei Stunden brachte er sein Publikum dazu, Tränen zu lachen. Auch dem Nachwuchs gab er eine Chance: In der Pause sammelte er Zuschauerwitze ein, die im Laufe der Show vorgelesen wurden.

Kirchhellen

, 28.04.2016, 16:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Markus Krebs stand im Brauhaus auf der Bühne.

Markus Krebs stand im Brauhaus auf der Bühne.

„Ich ging einkaufen. Ich sagte zur Verkäuferin: Ich brauche einen Liter Milch. Die Verkäuferin: Ich habe aber nur fettarm. Ich: Ja, das sehe ich – aber ich brauche Milch.“ Das Publikum wusste, worauf es sich bei dem schrägen Vogel aus Duisburg einlässt. „Mein Kumpel ist den Jacobs-Weg gewandert und hat sich gewundert, dass es keinen Kaffee gibt. Das ist doch wohl die Krönung!“ Markus Krebs ist ein Harter. Die Wollmütze tief in die Stirn gezogen, die dunkle Sonnenbrille verdeckt die Augen. Der ehemalige MSV-Hooligan schlägt heute seine Schlachten auf der Comedy-Bühne. Der Ton war rau. „Sagt der Arzt zum Patienten: Sie müssen mit dem Onanieren aufhören. Fragt der Patient: Warum? Der Arzt: Sonst kann ich sie nicht untersuchen.“ Aber genau so lieben die Fans ihren Markus Krebs. In den Reihen wurden Tränen gelacht.

Frauen sind beliebtes Thema

„Das Handtuch ist ganz neu. Wasch es erst mal auf links.“ Mehrmals musste der Comedian innehalten, weil das Lachen aus den Reihen lauter war als seine Stimme. Frauen sind immer ein beliebtes Thema bei Markus Krebs: „Dass die Frau hetero ist, hast Du gesehen, wenn sie eine Banane isst.“ Unterstützt wurde der Duisburger von einem Hamburger. Freddy Farzadi stand dem großen Meister in nichts nach. Er schilderte seinen Werdegang: „Beruflich wollte ich immer etwas mit Tieren machen. Darum grille ich so gerne.“ Er erklärte den Warsteiner Dreisatz: „Eine Kiste Bier reicht für zwei Leute, wenn einer nicht mit trinkt.“ Als Dichter scheiterte er: „Nichts reimt sich auf stricken.“

Über und unter der Gürtellinie

Markus Krebs und Freddy Farzadi versprühten ganz entspannt gute Laune. Die Sache mit der Gürtellinie, mit drunter und drüber, durfte man an diesem Abend bei Markus Krebs nicht so genau nehmen – was freilich niemanden im voll besetzten Saal des Brauhauses überraschte. Nach zweieinhalb Stunden – inklusive Pause – endete der Abend.

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