Roland Trottenburg ist tot: Bottroper Politiker wurde 84 Jahre alt

Roland Trottenburg
Roland Trottenburg ist im Alter von 84 Jahren gestorben. © Stadt Bottrop
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34 Jahre lang war der Christdemokrat Mitglied des Rates. Als der gebürtige Castrop-Rauxeler im Mai 1975 zum ersten Mal in den Rat gewählt wurde, war dies eine politisch unruhige Phase der Stadtgeschichte. Im Zuge der Gebietsreform wurden Bottrop, Gladbeck und Kirchhellen zu einer Stadt zusammengeschlossen. Gladbeck wehrte sich erfolgreich gerichtlich gegen diesen Zusammenschluss, sodass „Glabotki“ bereits am Jahresende wieder auseinanderfiel.

Trottenburg blieb. Er war in den kommenden Jahrzehnten ein streitbarer, engagierter und über Parteigrenzen hinaus geschätzter Ratsherr und Fraktionsvorsitzender, der als rhetorische Begabung auffiel und es nicht scheute, auch mal anzuecken.

Bürgerschaftliches Engagement wurde mit der Stadtplakette gewürdigt

Politisch vertrat er die Stadt in zahlreichen Gremien nach außen. So war er Mitglied der Landschaftsversammlung und in einigen Kuratorien beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie der Regionalkonferenz von WIN Emscher-Lippe. Er war Mitglied im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss sowie im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz. Für seinen Einsatz wurde er 1988 mit der Stadtplakette ausgezeichnet.

Trottenburg hatte es zunächst beruflich nach Bottrop verschlagen: Nach dem Referendariat wurde er zum Heinrich-Heine-Gymnasium versetzt. Obwohl er das nicht so geplant hatte, blieb Trottenburg 37 Jahre lang am einstigen Jungen-Gymnasium, leitete es als Oberstudiendirektor von 1987 bis 2002.

Roland Trottenburg wird am Freitag (21. Januar) auf dem Parkfriedhof in Bottrop beigesetzt.