Schnibbeln für den guten Zweck

100-Stunden-Aktion

Seit Freitag arbeiten rund 60 Jugendliche im Pfarrheim für den guten Zweck. Sie beteiligen sich bei der alle zwei Jahre stattfindenden 100-Stunden-Aktion. Ein Besuch bei der Bistro-AG...

Grafenwald

von Von Jana Kolbe

, 29.12.2013, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lautes Geschirrklappern und Besteckklirren drang am Sonntag (29.12.)aus der Küche des Pfarrheims der Gemeinde Heilige Familie. Dass es sich hier aber nicht um einen gewöhnlichen Kochkurs handelt, wurde schnell klar. Vielmehr kochten, schnibbelten und mixten 30 Jugendliche für den guten Zweck im Rahmen der "100-Stunden-Aktion" "Weiß jemand wo das Rezept für die Herrencreme ist?", fragte Johanna Josten in die Runde der sechs Jugendlichen, die die 14 Uhr-Schicht übernahmen. "Das liegt da auf dem Tisch", erklärte Magdalena Knipping. Die 20-Jährige hat die Leitung der Koch-AG übernommen. Sie selbst macht schon zum vierten Mal mit und hätte sich die Vorbereitung der Aktion gar nicht so anstrengend vorgestellt. "Bei dem ersten Treffen im September dachte ich noch, dass das gar nicht so viel Arbeit ist, aber es sind eben die Kleinigkeiten an die man denken muss", erklärte sie. Trotzdem ist sie mit dem Verlauf der Aktion bis jetzt schon sehr zufrieden: "Die Resonanz der Gäste zum Griechischen Abend am Freitag und zum Suppenabend am Samstag waren sehr gut", freute sich die 20-Jährige.100 Gäste, 15 Kilo Kartoffeln Am Sonntag gab es für die 100 Gäste, die die 30 Jugendlichen für das Abendessen erwarteten, deutsche Küche. Da durften Kartoffeln auf der Speisekarte natürlich nicht fehlen. "Insgesamt haben wir 15 Kilo Kartoffel geschält und anschließend gekocht", erklärte Magdalena Knipping. Mit diesen Mengen, die schon fast Großküchenverhältnisse haben, mussten sich die Jugendlichen erstmal arrangieren. Besonders große Pannen, passierten ihnen aber dennoch nicht. Hier mal ein Teller der zu Bruch ging, da mal eine Gabel die zu Boden fiel.

Einzig mit der Sahne für die Herrencreme, die es am Sonntagabend zum Nachtisch gab, hatten sich die Jugendlichen verkalkuliert. Da waren Spontaneität und Ideenreichtum gefragt: "Wir haben die falsche Sahne gekauft, aber nach ein paar Anrufen haben wir jetzt mehr als genug", sagte Knipping lachend beim Anblick des vollen Korbes mit der Notfallration Sahne. Für die Jugendlichen war aber eins ganz klar: Gerade die Pannen bleiben als lustige Erinnerungen im Kopf.Spaß bei der Arbeit

"Solange die Arbeit Spaß macht, kann man sich gegenseitig ruhig auch mal auf die Füße treten", erklärte die 20-Jährige, worauf ihr auch die anderen Mädchen zustimmten, die gerade frischen Kuchennachschub für die Cafeteria holten.

 

 

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