Schüler tüfteln wie IT-Profis

Projekt am Vestischen Gymnasium

Wo gewöhnliche Rückfahrsensoren in Autos nur in verschiedenen Abständen piepsen, wenn ein Gegenstand sich nähert, kann das von Johannes Schroers und Nils Koppe gebaute Gerät wesentlich mehr. Entwickelt haben die beiden Neuntklässer des Vestischen Gymnasiums ihr Exemplar in einem besonderen Informatik-Projekt.

Kirchhellen

, 09.02.2015, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Unser Sensor erkennt, wie weit das Objekt noch weg ist und zeigt das auch als Zahl an. Außerdem signalisiert er mit den Farben Rot, Gelb und Grün, wie nah man am Sensor dran ist“, erklärten die beiden Schüler am Montag mit sichtlichem Stolz.

Bereits im dritten Jahr findet am Vestischen Gymnasium jeweils im 9. Jahrgang ein ganz besonderes Projekt statt, das Schule, Hochschule und Wirtschaft vereint. „Im Informatikunterricht in der Sekundarstufe 1 geht es immer darum, wo die Informatik im Alltag Anwendung findet“, erklärte Guido von Saint-George, Fachlehrer und stellvertretender Schulleiter.

Unterstützung durch die Hochschule

Damit das nicht zu abstrakt bleibt, arbeitet die Schule nicht nur mit der Hochschule Ruhr West zusammen, sondern auch mit dem Bottroper IT-Dienstleister Celano. Konkret haben die Neuntklässler seit November gemeinsam mit von Saint-George sowie Student Kevin Kleinke an verschiedenen Projekten mithilfe einer sogenannten Arduino-Plattform gearbeitet.

Aus den Soft- und Hardware-Teilen dieser Plattform entstanden Laufroboter, Parksensoren und elektrische Würfe. „Das Projekt hat sich aber verselbstständigt. Die Schüler haben ihre Bauten weiter entwickelt und viel mehr daraus gemacht, als wir ursprünglich gedacht haben. Mit den Bauten befinden sich die Schüler jetzt schon auf einer semi-professionellen Ebene“, erzählte von Saint-George.

Einsatz in der Praxis

Am Montag erhielten die Gymnasiasten Besuch von Klaus Sievers, der nicht nur ein ehemaliger Schüler der Schule ist, sondern auch ein duales Studium bei der IT-Firma Celano absolviert. „Ich möchte den Schülern zeigen, wie das, was sie gebastelt haben, in der Praxis eingesetzt und weiterentwickelt werden kann“, erklärte er.

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