Schuldirektor Matthias Plaputta verlässt das Vestische Gymnasium

rnAbschied

Nach fast zehn Jahren am Vestischen Gymnasium nimmt Matthias Plaputta seinen Hut. Bereits in der nächsten Woche tritt er eine neue Stelle an. Im Interview verrät er die Gründe dafür.

Kirchhellen

, 22.08.2019, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von Kirchhellen geht es für den Dorstener Matthias Plaputta bereits nächste Woche jeden Tag nach Münster. Dort wird der Schulleiter des Vestischen Gymnasiums dann als Qualitätsprüfer für Schulen für die Bezirksregierung tätig sein.

Herr Plaputta, Ihr Weggang kommt sehr plötzlich. Kam er auch für Sie eher unverhofft?

In der Tat wurde ich bereits vor mehreren Monaten angesprochen, ob ich mich nicht auf die Stelle eines Qualitätsprüfers bewerben wolle. Nach reichlichen Überlegungen und Beratung mit meiner Familie entschloss ich mich, mich dem Bewerbungsverfahren zu stellen. Ich bin schließlich 62, da denkt man normalerweise eher über den Ruhestand als über neue berufliche Herausforderungen nach. Die endgültige Entscheidung kam dann aber doch schon sehr plötzlich. Erst in den Sommerferien wurde ich darüber informiert, dass ich die Stelle bekommen habe.

Was erwarten Sie von Ihrem neuen Job?

Im Gegensatz zum Schulalltag wird die Arbeit als Qualitätsprüfer sicherlich ruhiger und strukturiert ablaufen. Als Schuldirektor musste ich oft Entscheidungen sehr schnell fällen, besser gestern schon mit Kollegen, Schülern und Eltern sprechen und dann auch noch Schriftstücke aufsetzen und ausformulieren. Diese Schnelllebigkeit werde ich garantiert nicht vermissen.

Was werden Sie denn vermissen?

Auf jeden Fall meine Schüler: Ich habe noch im letzten Jahr einen Bio-Leistungskurs unterrichtet, das wird mir fehlen. Und auch die restlichen Schüler des Gymnasiums. Man mag es kaum glauben, aber auch noch nach 30 Jahren als Lehrer wachsen sie mir immer noch ans Herz. Ebenso werde ich auch mein Team und die Eltern vermissen, mit denen ich immer gut zusammengearbeitet habe.

Jetzt lesen

Sie sind seit 2010 am Vestischen Gymnasium. Gibt es in dieser Zeit Ereignisse, die sich Ihnen besonders ins Gedächtnis geprägt haben?

Natürlich bleibt in dieser Zeit so einiges hängen: Da wäre zum Einen der Doppeljahrgang 2013 und die Umstellung von G9 auf G8 und dann wieder auf G9. Das war ganz schön viel Arbeit, vor allem die Rückkehr auf ein Abitur nach neun Jahren war aufwendiger, als ich ursprünglich gedacht hatte. Dann ist da natürlich noch die Gründung unseres Kirchhellener Schulzentrums. Die Zusammenarbeit mit den anderen Schulleitern war wirklich beispielhaft, vor allem wie wir auch gemeinsame Probleme gelöst haben. Und dann wäre da natürlich noch die Zertifizierung des Vestischen Gymnasiums zur „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und den damit verbundenen Besuch von Ministerpräsident Laschet. Das ist auch mir selbst ein hohes Anliegen. Wenn ein respektvolles Miteinander an der Schule passiert, weiß ich, dass mein Job getan ist.

Steht denn schon fest, wer Ihre Nachfolge übernimmt?

Kommissarisch wird die Schulleitung erst einmal der bisherige stellvertretende Schulleiter Guido von Saint-George übernehmen, für wie lange kann ich nicht sagen. Das hängt dann wieder mit dem Bewerbungsverfahren für die Stelle zusammen.

Lesen Sie jetzt