Sonnenblumen gegen Spende für kranke Kinder und Erwachsene

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Fünf Kirchhellener haben sich zusammen getan und für ein Sonnenblumenmeer an der Schulstraße gesorgt. Wer die Blumen für die heimische Vase mitnehmen möchte, kann damit Gutes tun.

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 06.08.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Norbert (Nonno) Hollender, Johannes Große-Venhaus, Ludger Hemming und Ludger Schnieder stehen im Sonnenblumenmeer.

Norbert (Nonno) Hollender, Johannes Große-Venhaus, Ludger Hemming und Ludger Schnieder stehen im Sonnenblumenmeer. © Maria Dehling

In gut einem Monat wäre der Startschuss für das Schützen- und Brezelfest gefallen – wenn das Coronavirus dieses nicht verhindert hätte. Corona zum Trotz und mit Spaß am gemeinsamen Tun hat sich eine Truppe von fünf Männern, alle gestandene Schützen- und Brezelbrüder, im Frühjahr an die frische Luft begeben und das Feld bestellt.

Ein Hektar Sonnenblumen sollten dort blühen, wo noch im Sommer 2019 der Buchweizen für die Pfannkuchenwenderinnen für das Brezelfest geerntet wurde. Die Ackerfläche stellten Ludger Hemming und Martin Steinmann dafür zur Verfügung, gepflügt wurde von Theo Haseke und die Bestellung des Ackers übernahm Heiner Janinhoff. Das blühende Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein 10.000 Quadratmeter großes gelbes Blumenmeer leuchtet an der Schulstraße/Ecke Berliner Berg – auch von der Dorstener Straße zu sehen.

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„Es sind nicht landläufig bekannte Sonnenblumen mit nur einer großen Blüte. Wir haben bewusst eine Sonnenblumenmischung mit mehreren und unterschiedlichen Blütenfarben und -formen gewählt. So haben wir jetzt eine lange Blühzeit bis weit in den Oktober garantiert,“ so Ludger Hemming, der sich mit Saatgut bestens auskennt. „In der Vase halten sie sich angeschnitten länger als eine Woche,“ ergänzt Norbert Hollender, „und wichtig, bitte die Blumen nur mit einer Schere oder einem Messer ernten, ansonsten ist die Haltbarkeit in der Vase nicht gegeben.“

Die Kasse darf gut gefüllt werden: Für die Blumenfreunde bitten die Herren um einen Obulus für KEKS, eine Patienten- und Selbsthilfeorganisation für Kinder- und Erwachsene mit kranker Speiseröhre.

Die Kasse darf gut gefüllt werden: Für die Blumenfreunde bitten die Herren um einen Obulus für KEKS, eine Patienten- und Selbsthilfeorganisation für Kinder- und Erwachsene mit kranker Speiseröhre. © Maria Dehling

Natürlich haben die Männer bei ihrem Werk auch an das Bienenvolk gedacht. „Adolf Böckenhoff aus der Dorstener Nachbarschaft hat für uns ein Bienenvolk am Feldrand aufgestellt. Bei den hohen Temperaturen gibt es natürlich auch Wasser für das fleißige Volk,“ so Ludger Schnieder. Mögliches Unkraut hält die Mannschaft natürlich durch gemeinsames Harken im Zaum.

Wer vorbei fährt, möchte stehen bleiben und sich gleich einen Strauß schneiden und binden. Kein Problem, so soll es sein. Bei der Einsaat haben die Männer für genügend Abstand gesorgt, so dass Blumenfreunde auch ohne etwas zu zertreten ihre Blumen abschneiden können.

Spende für die gute Sache

Die Herren bitten allerdings um eine kleine oder gern auch größere Blumenspende für eine gute Sache, die sich KEKS nennt. Das ist eine Patienten- und Selbsthilfeorganisation für Kinder- und Erwachsene mit kranker Speiseröhre. KEKS unterstützt Menschen, die mit einer nicht durchgängigen oder zu engen Speiseröhre geboren werden. Sie benötigen sofort nach der Geburt Hilfe. Viele müssen mehrmals operiert werden und das Essen mühsam erlernen. Zwei Drittel benötigen ihr Leben lang eine besondere Versorgung.

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