SPD in Kirchhellen: Fußgängerzone, Fahrradstraßen, Sporthalle

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Die Kirchhellener SPD befragt kurz vor der Wahl die Kirchhellener Bürger, ob sie sich die Hauptstraße als Fußgängerzone vorstellen könnten. Insgesamt wünscht sie sich mehr Bürgerbeteiligung.

Kirchhellen

, 31.08.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SPD-Ortsverein Kirchhellen ist mitten im Wahlkampf. Die Bürger zu hören, bevor Vorlagen für politische Gremien verfasst werden - das hat sich das Team rund um Wilhelm Stratmann auf die Fahnen geschrieben. Am Donnerstag (27. August) machten die Politiker daher Nägel mit Köpfen und führten eine kleine, nicht repräsentative Umfrage an ihrem Wahlkampfstand am Johann-Breuker-Platz durch. Thema: die Gestaltung der Hauptstraße.

„Wir wollen ein aktuelles Stimmungsbild einholen, ob die Hauptstraße weiter beruhigt werden sollte“, erklärte Stratmann. Während die Einbahnstraße mittlerweile von fast allen für gut befunden würde, seien die Meinungen, was die Einrichtung einer Fußgängerzone anginge, geteilt. Vor allem Senioren, aber auch Familien mit kleinen Kindern hätten sich dafür ausgesprochen. Bekanntermaßen halten die Einzelhändler vor Ort jedoch nicht viel von der Idee.

SPD verweist auf Erfahrungen der IHK im Münsterland

„Auch die nehmen wir ernst und können wir ein Stück weit auch verstehen“, sagte Wilhelm Stratmann. In einem Gespräch hätten Vertreter der IHK dem Ortsverein jedoch von Kaufleuten im Münsterland erzählt, die sich auch massiv gegen eine Fußgängerzone gewehrt hätten und sie nach einem Jahr nicht mehr missen wollten. Stratmann sowie SPD-Ratsherr Oliver Altenhoff könnten sich vorstellen, die Hauptstraße testweise an einigen Sonntagen für den Verkehr zu sperren.

Diese Umfragebögen zur Hauptstraße verteilt die SPD aktuell am Johann-Breuker-Platz in Kirchhellen.

Diese Umfragebögen zur Hauptstraße verteilt die SPD aktuell am Johann-Breuker-Platz in Kirchhellen. © Manuela Hollstegge

Ein weiteres Thema, das die SPD Kirchhellen schnellstmöglich angehen möchte, ist der Bau einer neuen Sporthalle. „Wir haben eine tolle neue Sekundarschule, aber der Sportunterricht kommt noch viel zu kurz. Hinzu kommt, dass auch der Vereinssport mehr Platz braucht“, erklärte Altenhoff. Die SPD spreche sich aufgrund der Nähe zu den Sportvereinen sowie zu den Schulen für einen Standort an der Loewenfeldstraße aus und hoffe darauf, mit den Vereinen einen Kompromiss zu finden.

Kurzfristig umsetzen möchte der Ortsverein auch das Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide. „Das würde den Flugplatz beleben und davon würden alle profitieren“, so Stratmann.

Sehr glücklich sind die Kirchhellener Sozialdemokraten über das neue Jugendhaus. „Das ist ein wirklicher Gewinn für den Ort. Sogar Bottroper sind neidisch auf unsere neue Einrichtung“, erzählt Oliver Altenhoff. Zwar würden die Vereine im Dorf eine sehr gute Jugendarbeit leisten, mit dem Jugendhaus könne man jedoch auch solche Jugendlichen erreichen, die dort nicht aktiv seien.

Kritisch blicke man jedoch auf den optional geplanten 5. Bauabschnitt am Neubaugebiet „Schultenkamp“. „Eigentlich könnte man besser Baulücken schließen. Wir waren zwar damals für das Baugebiet, aber es ist einfach sehr groß. Man hätte da vielleicht besser kleinteiliger vorgehen sollen“, erklärte Stratmann. Viel zu kurz sei zudem bislang die Planung der Verkehrsführung gekommen.

Fahrradstraßen sollen gebaut werden

Beim Thema Radwege bläst die Partei ins gleiche Horn wie die Kirchhellener CDU. So wirbt die SPD für die Verbesserung und den Ausbau bestehender Radwege sowie den Bau neuer Fahrradstraßen. So schlägt Stratmann beispielsweise eine Fahrradstraße im Umfeld der Utschlagstraße von Kirchhellen bis zur Straße „An der Grafenmühle“ vor.

Mehr Bürgerbeteiligung, das Hauptthema der Kirchhellener SPD aktuell, das hätte sich Stratmann auch bei der Suche nach einem geeigneten Standort für die Feuerwache gewünscht. „Jetzt ermuntere ich die Bürger, von ihrem Einspruchrecht Gebrauch zu machen“, so Stratmann. Und Altenhoff ergänzt: „Es hätte andere Flächen, wie beispielsweise im Pinntal gegeben, die auch geeignet gewesen wären.“

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