Stadt plant kleine Lösung für Kreisverkehr in Kirchhellen

rnVerkehr

Die Stadt Bottrop hat sich beim Bau des Kreisverkehrs im Bereich Pels-/Haupt-/Feldhausener Straße für eine Variante entschieden. Die Bezirksvertreter können damit gut leben.

Kirchhellen

, 23.09.2020, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Langem fordern die Kirchhellener Bezirksvertreter den Bau eines Kreisverkehrs im Bereich Pels-/Haupt-/Feldhausener Straße. Nach langem Warten präsentierte die Stadt Anfang des Jahres gleich zwei Varianten, wie der Kreisverkehr gebaut werden könnte. Jetzt steht die Entscheidung fest.

Als „verkehrstechnisch sinnvoller“ hatte Steffen Jonek vom Fachbereich Tiefbau damals die zweite, größere Variante eingestuft. Dabei hätte die Horsthofstraße eine eigene Abfahrmöglichkeit aus dem Kreisverkehr bekommen. Die erste, kleinere Variante bezieht hingegen nur die Pels-, Haupt- und Feldhausener Straße mit ein. Da für Variante 1 Grunderwerb nötig gewesen wäre, sprach sich die Bezirksvertretung im Januar dafür aus, erst einmal die kleinere Lösung anzupeilen und gegebenenfalls später den Anschluss an die Horsthofstraße nachzuholen.

Die Verwaltung ist nun diesem Vorschlag gefolgt und wird erst einmal die kleine Variante umsetzen. „Der Grunderwerb war kurzfristig nicht möglich, daher war das erst einmal die beste Lösung“, erklärte Jonek in der Sitzung der Bezirksvertreter am Montag (21. September). Die nun vorgestellte Planung beruht auf aktuellen Vermessungsdaten.

So plant die Stadt Bottrop den Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Pels-/Haupt-/Feldhausener Straße.

So plant die Stadt Bottrop den Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Pels-/Haupt-/Feldhausener Straße. © Stadt Bottrop

Um bauen zu können, muss jedoch für eine kleine Grünfläche im Bereich der Einmündung in die Pelsstraße der Bebauungsplan geändert werden. Das Stadtplanungsamt veranschlagt für diese Änderung rund zwei Jahre. Amtsleiterin Christina Kleinheins reagierte jedoch sofort auf die langen Gesichter der Kirchhellener Bezirksvertreter: „Da es sich ja um eine städtische Fläche handelt und keine Dritten beteiligt sind, wird man schon parallel zur Änderung mit Ausschreibung und Bau beginnen können.“ Trotzdem sei zu bedenken, dass für den Wegfall der Grünfläche eventuell eine Ausgleichsfläche geschaffen werden müsse.

Kritik an Führung der Radler durch den Kreisverkehr

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder zeigte sich sehr erfreut ob der voranschreitenden Planung. „Wir sehen da eine extreme Notwendigkeit, diese Stelle sicherer zu bekommen“, sagte er. Aus den Reihen der Bezirksvertreter kamen jedoch auch kritische Stimmen, da Radfahrer, die von der Feldhausener Straße über den Radweg kommen, weiterhin „falsch herum“ durch den Kreisverkehr fahren müssen, um beispielsweise in die Pelsstraße zu kommen. Steffen Jonek regte jedoch an, zu einem späteren Zeitpunkt über eine frühere Querungsmöglichkeit für Radler auf der Feldhausener Straße und eine dortige Weiterführung des Radweges nachzudenken.

Lesen Sie jetzt