Training für den Ernstfall

Großübung im Movie Park

Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Bottrop haben am Samstag (14. November) im Movie Park den Ernstfall trainiert. Unglücke lassen sich schließlich nie ganz ausschließen.

KIRCHHELLEN

15.11.2015, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Movie Park und die Feuerwehr Bottrop befinden sich laut einer Pressemitteilung vom Wochenende im ständigen Austausch über die Sicherheit im Park und arbeiten eng zusammen. In der Vergangenheit war der Park bereits mehrfach Ort großer und kleiner Einsatzübungen, damit die Einsatzkräfte auch im schlimmsten Fall optimal vorbereitet sind.

Übungsszenario am Samstag war ein voll besetzter Kleinbus, der in eine wartende Menschenmenge gerast ist. Ein Szenario, das sich allerdings so im Movie Park nicht ereignen kann, betont Parksprecherin Jessica Dremmer: „Wir trennen die Besucherströme und den Fahrzeugverkehr auch aus Sicherheitsgründen auf unserem Gelände konsequent.“

Realistisches Szenario

Im Szenario wurden insgesamt 25 Personen teilweise lebensgefährlich verletzt und mussten auch aus dem Autowrack befreit werden. Die Verletzten wurden von einem Team realistisch geschminkter Unfalldarsteller der DLRG Gladbeck überzeugend dargestellt. Hilferufe und Schmerzensschreie setzten die Einsatzkräfte zusätzlich unter Druck.

Wichtigste Aufgabe für die eingesetzten Notärzte und Rettungskräfte war es, die lebensbedrohlich Verletzten schnell im Chaos herauszufiltern und mit Priorität zu versorgen. Danach sollte so schnell wie möglich ein Transport mit Rettungswagen in Krankenhäuser erfolgen.

Aber auch die richtige Auswahl von Krankenhäusern mit den richtigen Fachdisziplinen war ein wichtiges Übungsziel. Wie in der Realität trafen die Einsatzkräfte auch bei der Übung zeitversetzt ein. Die Einsatzkräfte trainieren dabei, wie sie Prioritäten setzen, wenn noch nicht ausreichend Einsatzkräfte vor Ort sind. Nach einem realistischen Zeitplan traf dann nach und nach die dringend benötigte Verstärkung ein.

Einsatzfahrzeuge

Die Einsatzleiter trainieren an diesem Punkt die Einteilung nach Prioritäten und die sogenannten „Raumordnung“, weil nichts schlimmer wäre, als wenn sich die zahlreichen Einsatzfahrzeuge gegenseitig zuparken würden.

Insgesamt waren bei der zweistündigen Übung etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort. Diese stammten unter anderem von der Feuerwehr Bottrop und dem Deutschen Roten Kreuz aus Bottrop und Kirchhellen. Zufrieden zeigte sich die Übungsleitung, dass die wesentlichen Übungsziele erreicht werden konnten. Aber auch die Fehleranalyse bietet wertvolle Erkenntnisse für die Vorbereitung auf den hoffentlich selten auftretenden Ernstfall, hieß es.

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