VGK: Schulleiter möchte Schüler nach Corona-Pause emotional abholen

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Ab Donnerstag dürfen die Abiturienten des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen wieder in ihre Schule. Richtigen Unterricht wird es jedoch nicht geben.

Kirchhellen

, 20.04.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keine Dienstbesprechungen, keine Konferenzen - die Vorbereitungen für die Schulöffnung für die Abiturienten am Donnerstag (23. April) laufen unter hohen Schutzauflagen. „Es sind nur die Lehrer im Gebäude, die tatsächlich da sein müssen“, erzählt Guido von Saint-George, kommissarischer Leiter des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen (VGK).

74 Abiturienten lade die Schule ab Donnerstag wieder in das Gebäude an der Schulstraße ein. „Das ist wirklich nur eine freiwillige Veranstaltung“, so von Saint-George. Am Montag habe man Kontakt mit den betroffenen Schülern aufgenommen. Derweil arbeite die Stadt an den Hygienevorschriften - „denen muss man aber die Zeit geben, die sie brauchen“.

„Eine Schule lebt vom persönlichen Kontakt“

Wirklicher Unterricht werde jedoch ab Donnerstag noch nicht stattfinden. Der kommissarische Schulleiter spricht eher von Prüfungsvorbereitungen. Noch wichtiger sei ihm jedoch, den Kontakt zu den Schülern wieder herzustellen und sie „emotional mitzunehmen“. Für ihn sei an der aktuellen Situation die fehlende Kommunikation am schlimmsten. „Eine Schule lebt vom persönlichen Kontakt. Ich weiß nicht, wie es den Lehrern geht und nicht, wie es den Schülern geht. Das empfinde ich als sehr schwierig“, so von Saint-George.

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Am Donnerstag und Freitag möchte er daher erst einmal ausloten, was Schüler und Lehrer in der aktuellen Phase überhaupt an Vorbereitung für die Abi-Prüfungen benötigen. Für kommenden Montag (27. April) möchte er dann einen „bedürfnisorientierten“ Plan aufstellen, was genau für die Schüler gemacht wird. Aktuell werde noch geschaut, wie viele Schüler sich den Richtlinien nach gleichzeitig im Gebäude aufhalten dürften.

Schulleiter Guido von Saint-George Vestisches Gymnasium

Guido von Saint-George ist kommissarischer Schulleiter des Vestischen Gymnasiums. © Manuela Hollstegge (A)

Schüler, die das Gebäude betreten, sollen sich dann am Eingang in eine Liste eintragen. Auch an den Tischen sollen Zettel hängen, auf denen die Schüler eintragen können, wo sie gesessen haben. „Ich denke, wir sind bei den Planungen auf einem guten Weg“, so von Saint-George. Nicht alle Schüler werden jedoch von ihren Fachlehrern betreut werden können, da einige dieser Lehrer zur Risikogruppe gehören und daher momentan nicht unterrichten dürfen.

„Neue Form der Normalität“ durch Corona

„Insgesamt müssen wir uns an eine neue Form der Normalität gewöhnen, aber Lehrer, Schüler und Eltern brauchen Zeit, damit klar zu kommen“, sagt der kommissarische Schulleiter. Was ihm besonders Kopfzerbrechen bereite, sei das „Lernen auf Distanz über viele Wochen“ sowie die fehlende Kommunikation. Diese beiden Dinge empfinde er momentan als größte Herausforderung.

  • Die Bezirksregierung Münster hat am 18. April (Samstag) das Info-Telefon zu schulspezifischen Fragen freigeschaltet. Die Telefonnummer lautet: (0251) 411-4198 von Montag bis Freitag (7 bis 18 Uhr).
  • Nach entsprechenden Vorbereitungen wird der Schulbetrieb zunächst für Schülerinnen und Schüler aus Abschlussklassen ab dem 23. April (Donnerstag) wiederaufgenommen.
  • Weitere Informationen unter: www.brms.nrw.de/go/coronawww.twitter.com/bezregmuensterwww.instagram.com/bezregmuenster
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