Weihbischof informiert sich über Kirchhellen

Kirche

Weihbischof Rolf Lohmann hat Bottrop besucht und sich dabei über die Stadt, insbesondere aber auch über Kirchhellen, informiert. Pfarrer Christoph Potowski nahm an den Gesprächen teil.

Kirchhellen

16.04.2021, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weihbischof Rolf Lohmann, Oberbürgermeister Bernd Tischler, Kirchhellens Pfarrer Christoph Potowski und Andreas Pläsken, Referent des Bürgermeisters, (v. l.) trafen sich zu einem informativen Austausch im Bottroper Rathaus.

Weihbischof Rolf Lohmann, Oberbürgermeister Bernd Tischler, Kirchhellens Pfarrer Christoph Potowski und Andreas Pläsken, Referent des Bürgermeisters, (v. l.) trafen sich zu einem informativen Austausch im Bottroper Rathaus. © Bischöfliche Pressestelle/Michae

Weihbischof Rolf Lohmann hat Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler abgestattet. Mit dabei war auch Kirchhellens Pastor Christoph Potowski. Denn Bottrop ist eine Stadt, die zu zwei Bistümern gehört.

Während die kreisfreie Stadt zum Bistum Essen zählt, gehört der Ortsteil Kirchhellen mit Feldhausen und Grafenwald zum Bistum Münster. Im Rahmen der Visitation im Dekanat Dorsten, zu der die Pfarrei St. Johannes in Kirchhellen gehört, trafen sich Weihbischof Rolf Lohmann und Pfarrer Potowski mit Tischler und Andreas Pläsken, Referent des Oberbürgermeisters und Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zu einem Gespräch.

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„Mir ist es ein Anliegen, die Region besser kennenzulernen. Wie ist die Stadt geprägt, welche gesellschaftlichen und sozialen Fragen spielen eine Rolle? Denn uns beiden – Kirche und Stadt – geht es um das Wohl der Menschen“, sagte Lohmann. Tischler erläuterte dem Weihbischof, der für die Region Niederrhein/Recklinghausen zuständig ist, wie es die Stadt Bottrop in den vergangenen zehn Jahren als Modellstadt geschafft habe, 50 Prozent des CO2-Ausstosses einzusparen.

Oberbürgermeister spricht von neuen Perspektiven

„Wir sind froh, dass wir den Menschen in der Stadt die Furcht und Sorge nehmen konnten, was nach dem Ende des Bergbaus 2018 passiert. Wir haben der Stadt über die Zukunftsthemen Energieeffizienz und Klimaschutz eine neue Perspektive gegeben“, so der Oberbürgermeister. Besondere Bedeutung habe dabei auch die Beteiligung der Bürger gehabt. Die Geschichte des Wandels habe gemeinsam funktioniert.

Mit seinen Ausführungen stieß Tischler bei Lohmann auf offene Ohren, denn der Weihbischof steht der Umweltkommission der Deutschen Bischofskonferenz vor.

Auch der Blick durch die kirchliche Brille habe sich durch die „Innovation City Ruhr“ verändert. „Die ökumenische Zusammenarbeit ist noch enger geworden. Zudem sind wir als katholische Kirche in einem Ladenlokal in der Innenstadt in der Citypastoral aktiv“, erläuterte Pläsken. Ebenso sei es wichtig, über die Bistumsgrenzen hinaus miteinander zu arbeiten.

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„Die Bevölkerungsstruktur ist in Kirchhellen sicherlich eine andere als in Bottrop. Aber auch hier haben die Menschen Sorgen und Nöte. Die Tafel und die Kleiderkammer werden gut frequentiert“, machte Potowski deutlich. Ein gutes Miteinander von Kirche und Kommunalpolitik sei wichtig, denn viele Themen von den Kindertagesstätten über die Jugendarbeit bis hin zur Quartiersentwicklung betreffe beide Seiten. „Außerdem müssen wir als Christen offen im Dialog mit allen Religionen stehen. Wir sind für eine plurale Welt aufgeschlossen. Die Voraussetzung ist allerdings, dass von den Religionen Frieden ausgeht“, so Lohmann.

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