Wohnhaus am Hof Jünger wird entkernt

Alles muss raus

KIRCHHELLEN Zwölf Generationen seit 1660 haben darin gewohnt – jetzt wird das alte Wohnhaus auf dem Hof Jünger Teil des Heimathauses. Doch am Samstag musste erst einmal alles raus aus dem Gebäude.

von Von Manuela Kantert

, 14.03.2010, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Wohnhaus muss zunächst entkernt werden.

Das Wohnhaus muss zunächst entkernt werden.

„Das Gebäude soll ein Haus für die Kirchhellener werden“, erklärte dann auch Reinhold Grewer von der Kolpingfamilie. So sollen in dem Haus später einmal kulturelle und kirchliche Aktivitäten stattfinden. Die Räume sollen aber auch offen für verschiedene Ausstellungen rund um das Thema Heimat und Tradition sein. So wehrt sich Jürgen Markowitz, Vorsitzender des Bürgervereins Hof Jünger, auch vehement gegen die Bezeichnung „Museum“: „Das Haus soll ein lebendiger Ort mit wechselnden Ausstellungen und Angeboten sein“. Im oberen Bereich des Hauses soll die Kolpingfamilie ein kleines Büro erhalten und im Erdgeschoss wird der Heimatverein sein Archiv einrichten, das ab diesem Zeitpunkt für alle frei zugänglich sein wird.

In den nächsten Monaten wartet noch eine Menge Arbeit auf die fleißigen ehrenamtlichen Helfer: Schließlich steht der gesamte Innenausbau auf dem Programm. Dabei ist den Organisatoren vor allem wichtig, dass die Räume hell und freundlich gestaltet werden. Das alles wird eine Menge Geld kosten, das der Bürgerverein allein nicht aufbringen kann. Daher hoffen die Organisatoren auf Spenden von außen. In den kommenden Wochen wird dazu eine Informationsbroschüre entworfen, die über die anstehenden Veränderungen informiert und um Mithilfe bittet. Wenn alles glatt läuft, könnte das Gebäude schon Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. 

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