Zukunft des Kirchhellener Ortskerns sichern

Bezirksvertretung begrüßt Rahmenplan

Umfangreich ist der Rahmenplan Kirchhellen, voller Details über das, was den Ortskern, was die Identität des Dorfs ausmacht. Viel Lob gab es dafür am Dienstagabend von den Vertretern der Bezirksvertretung für die Stadtplaner im Rathaus. Erste Konsequenz sind zwei Bebauungspläne.

Kirchhellen

, 03.11.2015, 19:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zukunft des Kirchhellener Ortskerns sichern

An der Hauptstraße gegenüber der Kirche St. Johannes steht das fünfgeschossige Haus. Sollte das Haus rechts daneben weichen, soll ein Bebauungsplan eine weitere Bausünde verhindern.

Mit den Worten „Das ist ja ein schöner Stadtteil“ kam ihre Mitarbeiterin Minor von ihrem ersten Ortstermin aus Kirchhellen zurück ins Stadtplanungsamt. So erzählte es dessen Leiterin Christina Kleinheins gestern den Bezirksvertretern. Aber natürlich hat sie dann doch einiges Kritisches entdeckt und im Rahmenplan Kirchhellen festgehalten.

Zwei neue Bebauungspläne

Die Bezirksvertretung Kirchhellen zeigte sich gestern in seiner Sitzung beeindruckt von dem Werk, mit dem die Zukunft des inneren Stadtkerns besser gesteuert werden kann. Erste Konsequenz ist, dass zwei neue Bebauungspläne aufgestellt werden sollen. Drei Monate konzentrierte Arbeit stecken in dem Plan, der die Baustruktur des Ortskerns untersucht hat. Da heißt es: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass in Kirchhellen ein gewisser Druck entsteht, neu zu bauen und dafür auch niedrige, beispielsweise zweigeschossige Altbauten durch wesentlich höher geschossige Neubauten zu ersetzen.“ Aber auch das Thema Dorfidentität wird behandelt. Wie sind Wege gepflastert, wie Fassaden gestaltet – das alles findet sich hier.

Ortsverträgliche Nutzung

Der Rahmenplan fand gestern genauso Zustimmung wie die Bebauungspläne Hauptstraße und Alleestraße. „Nur mit Bebauungsplänen kann man steuern“, so Christina Kleinheins und nennt Dichte der Bebauung und Geschossigkeit als Kriterien. Große Bausünden gebe es noch nicht. Doch, so sagte auch Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, weiß man, dass einige Häuser demnächst Neubauten weichen könnten.

Am Alten Kirchplatz

Der Plan „Hauptstraße“ umfasst den inneren Stadtkern. Vor allem die ortsprägenden, historischen Gebäude am Alten Kirchplatz sollen erhalten werden. Aber auch für den Bereich der Baustoffmann-Fläche will man im Falle einer Verlagerung des Betriebs eine ortsverträgliche Folgenutzung sichern. Der Plan „Alleestraße“ umfasst die Fläche südlich der Hauptstraße und Oberhofstraße.

"Zukunftsstadt" hilft

Damit nicht genug. Auf Antrag der CDU soll die Verwaltung ein „integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ entwickeln. Ausgangspunkt soll der bisher erarbeitete Rahmenplan sein. Hier sollen aber die Grenzen weiter gesetzt sein – räumlich und auch in Bezug auf Themen. Wohnbauentwicklung, Mobilität, Freizeit – darum soll es genauso gehen wie um den klimagerechten Stadtumbau. Gerade dieses Thema erweist sich als hilfreich, können doch dafür innerhalb des Zukunftsstadt-Prozesses Fördergelder angezapft werden.  

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt