Zum Denkmaltag entführt der Heimatverein noch einmal in das Jahr 1915

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Der Kirchhellener Heimatverein bedient sich am Tag des offenen Denkmals an der Ausstellung, die bereits von April bis Juni im Heimathaus zu sehen war.
Der Kirchhellener Heimatverein bedient sich am Tag des offenen Denkmals an der Ausstellung, die bereits von April bis Juni im Heimathaus zu sehen war. © Valerie Misz
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Erneut lädt die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz bundesweit zum Tag des offenen Denkmals ein. Interessierte Denkmaleigentümer und Ideengeber konnten sich bei der Stadt Bottrop zur Teilnahme anmelden. Unter dem Oberthema „Kulturspuren“ werden am Sonntag (11. September) Denkmäler geöffnet und ihre Geschichten auf verschiedenste Weise präsentiert.

Den Anfang macht von 10 bis 12 Uhr das Baudenkmal Kreuzkamp-Kapelle an der Gladbecker Straße 40. Zu sehen gibt es eine Ausstellung, die den Wandel vom Krankenhaus zum Treffpunkt der altkatholischen Pfarrgemeinde darstellt. Im Anschluss gewährt die Kulturkirche Heilig Kreuz von 12 bis 14 Uhr an der Scharnhölzstraße 33 in Bottrop einen Blick in das Gesamtkunstwerk des Kirchengebäudes.

Heimatverein Kirchhellen präsentiert das „Alte Kirchhellen“

Im Heimathaus Kirchhellen, Wellbraucksweg 2, werden Interessenten von 15 bis etwa 16.30 Uhr in das historische Kirchhellen um 1915 entführt. Dazu bedient sich der Verein an der Ausstellung über das „Alte Kirchhellen“, die von April bis Ende Juni zu sehen war. Zu sehen sind zum einen Grafiken des Kirchhellener Künstlers Theo Kleppe. In seiner Lebzeit von 1929 bis 2004 fertigte er hunderte Schwarz-Weiß-Federzeichnungen seiner Heimat an und schuf damit ein Bild der Zeitgeschichte Kirchhellens. Kleppe dokumentierte die Entwicklung der Gastwirtschaften, Kirchen, Schulen, Höfe und Häuser sowie Kreuze und Heiligenhäuschen.

Nach einer Einführung durch Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder hält der Vorsitzende des Heimatvereins, Peter Pawliczek, noch passende Anekdoten und Erläuterungen bereit. Außerdem gibt es ein 3D-Modell im Maßstab 1:160 des historischen Dorfkerns zu sehen. Jan Marien fertigte dies auf einer Katasterkarte Kirchhellens aus den 1920er-Jahren an. Der engagierte Geschichtsenthusiast orientierte sich dabei an den Zeichnungen von Kleppe und dem Archiv des Heimatvereins.

Wie das „Alte Kirchhellen“ damals aussah, erläutert Marien anhand seines Modells. Auch wenn einige Kleinigkeiten geraten werden mussten, lässt sich ein historisches Gesamtbild erkennen. Im Anschluss lädt der Heimatverein noch zu einem Rundgang durch den Ortskern ein, um Veränderungen und Überbleibsel der Geschichte nachzuvollziehen.

Musikalischer Abschluss des Programmtages

Der Tag des offenen Denkmals endet mit einem Abendkonzert um 18 Uhr in der Liebfrauenkirche am Nordring 76 in Bottrop. Unter dem Titel „Über die Jahre gereift“ verspricht das Programm der Stiftung Liebfrauen und der Historischen Gesellschaft Bottrop „Musik zur Herzensfreude“. Dazu wird an der historischen Seiffertorgel und auf einer Trompete gespielt.