Zur Monatsmitte wird es voller beim Bottroper Tisch

100 Tage in Kirchhhellen

Vor rund 100 Tagen war der Bottroper Tisch erstmals mit einem Stand am Pfarrheim St. Johannes in Kirchhellen zu Gast. Eine Zeit, in der viel passiert ist. Dieter Kruse ist zufrieden. Viel mehr aber auch nicht. Denn der Mitarbeiter des Tisches ist ehrgeizig.

KIRCHHELLEN

von Von Jan-Henning Janowitz

, 20.01.2011, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viktor Zentner, Dieter Kruse und Benjamin Wolff (v.l.) hatten alle Hände voll zu tun. Der Bottroper Tisch ist jeden Dienstag von 13-13.30 Uhr in Kirchhellen zu Gast.

Viktor Zentner, Dieter Kruse und Benjamin Wolff (v.l.) hatten alle Hände voll zu tun. Der Bottroper Tisch ist jeden Dienstag von 13-13.30 Uhr in Kirchhellen zu Gast.

Am 6. Oktober war er erstmals im Schatten von St. Johannes mit dem Tisch angerückt. Auf Anhieb konnte er zahlreiche Kunden begrüßen. Aber: Das Kundenaufkommen stagniert. Keine Abfallprodukte „Wir wissen von den Wohlfahrtsverbänden, dass es auch in Kirchhellen noch viele Bedürftige mehr gibt. Aber wie so oft spielt die Hemmschwelle eine große Rolle. Dabei muss sich nun wirklich niemand schämen, der zu uns kommt“, sagt Kruse.

Auch für die Qualität der Waren legt der ehemalige Polizei-Hauptkommissar seine Hände ins Feuer. „Wir bekommen nur gute Ware, die zusätzlich auch vom Gesundheitsamt geprüft ist. Das sind keine Abfallprodukte.“ Andere Begleitumstände haben sich in den letzten 100 Tagen dagegen deutlich zum Positiven gewandelt.   Die Kirchhellener Geschäftswelt unterstützt den Bottroper Tisch mit vielen Spenden, Kruse und seine ehrenamtlichen Mitstreiter können sich keinesfalls beschweren. So viel, wie jeder tragen kann Auf den Tischen am Pfarrheim liegt jede Woche Dienstag von 13 bis 13.30 Uhr ein reichhaltiges Angebot. Obst, Gemüse, Wurst, Käse, Müsli und natürlich auch süße Sachen liegen in den Warenkörben. Jeder darf so viel mitnehmen, wie er tragen kann. Fast schon ein Schlaraffenland.

Und genau deswegen möchte Kruse noch mehr Kundschaft an das Pfarrheim St. Johannes locken. „Wir haben bereits eine Flyer-Aktion in den Kirchhellener Ortsteilen durchgeführt und hoffen auch weiterhin auf die aktive Publikmachung der Wohlfahrtsverbände. Es wäre doch schade, wenn Bedürftige dieses tolle Angebot nicht nutzen würden.“   Den größten Zuspruch erlebt die Tafel in Kirchhellen ab der Monatsmitte. Immer dann, wenn die Gelder knapp werden. „So weit muss es doch erst gar nicht kommen. Denn wir sind den ganzen Monat da“, sagt Dieter Kruse.

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