„Totems“ zerstört: Übler Vandalismus auf der Halde Haniel in Bottrop

Die "Totems" des baskischen Bildhauers Agustin Ibarrola auf der Halde Prosper Haniel in Bottrop. Fünf von ihnen sind zerstört worden. © picture alliance / dpa
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Sie sind das Wahrzeichen der Halde Haniel in Bottrop: die 102 „Totems“ des baskischen Künstlers Agustin Ibarrola. Das Kunstwerk wurde am Wochenende schwer beschädigt. Unbekannte haben fünf Totems abgesägt und den Hang hinuntergeworfen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Eigentümer der Halde beziffert den Schaden auf mehr als 100.000 Euro. Es wurde Strafanzeige gestellt; das Polizeipräsidium Recklinghausen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Totems bestehen aus ausgedienten Bahnschwellen

Die Totems wurden 2002 im Rahmen der Ruhrtriennale entworfen. Sie bestehen aus ausgedienten bemalten Bahnschwellen, die senkrecht aufragen. Die Arbeit verbindet die „scheinbaren Gegensätze von Industrieraum und Natur“, so Ibarolla. 2007 wurde die Installation neu aufbereitet und fand ihren Platz auf der Anhöhe der Halde, nachdem sie zunächst näher an der Arena aufgestellt gewesen war.

Der Bottroper Bildhauer Guido Hofmann kümmert sich seit Jahren um die Pflege des Kunstwerks seines früheren Lehrmeisters Ibarrola. Gemeinsam mit dem RVR überlegt Hofmann derzeit, wie die beschädigten Stelen instandgesetzt werden können. Er hofft, sie so reparieren zu können, und dass der Schaden nicht sichtbar bleibt.