Corona-Pandemie

Amtsarzt Roland Staudt: Diese drei Corona-Regeln sind in der Sommerwelle wichtig

Die Corona-Zahlen im Kreis Unna steigen – und das mitten im Sommer. Gründe dafür gibt es einige. Der Amtsarzt rät insbesondere vulnerablen Menschen zur Vorsicht und gibt Empfehlungen.
Dr. Roland Staudt, Amtsarzt des Kreises Unna, nimmt einen Corona-Test (Archivfoto). © Julian Beimdiecke

Auch wenn es so gut wie keine Einschränkungen mehr gibt: Gänzlich unbeschwert lässt sich der Sommer 2022 nicht an, die Pandemie geht weiter, auch wenn sich die Öffentlichkeit deutlich weniger für sie interessiert.

Am Mittwoch (22. Juni) sind der Gesundheitsbehörde des Kreises Unna 502 neue Fälle gemeldet worden. Infektionen im dreistelligen Bereich wurden aus den größten Städten Lünen (108) und Unna (104) bekannt. In Schwerte kamen 87 neue Fälle hinzu, in Bergkamen 44, in Kamen 43, in Selm 38, in Bönen 26, in Holzwickede 22, in Fröndenberg 17 und in Werne 13.

Verzicht auf Masken und Abstand treibt Zahlen wieder hoch

Woran liegt es, dass die Zahlen seit einigen Wochen wieder steigen? So genau wie 2020 oder 2021 kann der Kreis Unna das nicht mehr sagen, weil die Kontaktnachverfolgung heruntergefahren wurde und keine „Hotspots“ mehr auszumachen sind.

Klar ist aber: „Die gelockerten Quarantäneregeln, die an vielen Stellen weggefallene Maskenpflicht und die Tatsache, dass Menschen vielerorts wieder enger zusammenrücken, sind die drei Gründe dafür, warum es so aussieht, wie es jetzt aussieht“, sagte Kreissprecher Max Rolke am Mittwoch nach Rücksprache mit Gesundheitsamt und Amtsarzt.

Empfehlung: Freiwillig Maske tragen in Innenräumen

Amtsarzt Dr. Roland Staudt empfehle dringend, in Innenräumen wie beim Einkauf im Supermarkt oder an der Theke beim Bäcker weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen. Außerdem erinnert er an die Einhaltung des Abstandsgebotes und daran, bei coronatypischen Symptomen Kontakte einzuschränken. Auch wenn die Quarantäneregeln inzwischen geimpften und geboosterten Kontaktpersonen von Infizierten nicht mehr vorschreiben, sich in Isolation zu begeben.

Wenigstens eine FFP2-Maske sollte man bei Einkäufen und Co. tragen, um das Virus, mit dem man sich als Kontaktperson möglicherweise schon angesteckt hat, nicht weiterzugeben.

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