Warntag im Kreis Unna Am Donnerstag bekommen Sie eine SMS

Redaktionsleiter
Über den ersten Warntag mit „Cell Broadcast“ informiert Oliver Kortmann (rechts) aus der Rettungsleitstelle des Kreises Unna.
Über den ersten Warntag mit „Cell Broadcast“ informiert Oliver Kortmann (rechts) aus der Rettungsleitstelle des Kreises Unna. © Kevin Kohues
Lesezeit

Am Donnerstag, 8. Dezember, steht der nächste bundesweite Warntag an. Ab 11 Uhr aktiviert die Rettungsleitstelle dann wieder die rund 170 Sirenen im Kreis Unna. Viele Menschen dürften diesmal aber erstmals auch mit einer SMS gewarnt werden: per „Cell Broadcast“.

„Cell Broadcast ist eine über die Mobilfunknetze übermittelte Warnmeldung“, erklärt Oliver Kortmann aus der Rettungsleitstelle. „Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz schickt dabei in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern eine Warnnachricht an alle empfangsbereiten Handys in Deutschland.“

Cell Broadcast als neuer Kanal

Mit keinem anderen Warnmittel könnten gleichzeitig mehr Menschen erreicht werden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Ob das eigene Gerät die Warnnachrichten empfangen kann, können Bürgerinnen und Bürger unter www.bbk.bund.de/cellbroadcast nachschauen.

Darüber hinaus läuft der Probealarm aber auch wieder über die bekannten Wege, also die Apps NINA und KAT-Warn, über Radio, Social Media und natürlich die stationären Sirenen.

„Was die Bürger an diesem Tag nicht tun sollten ist, in der Rettungsleitstelle anzurufen, um zu erfragen, was gerade los ist“, bittet Kortmann. „Der Notruf ist für Notfälle.“

Signalfolge der Sirenen des Probealarms

Ab 11 Uhr werden am Donnerstag in der Leitstelle des Kreises Unna folgende Alarmsignale in dieser Reihenfolge ausgelöst:

  • Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung
  • An- und abschwellender Ton, eine Minute lang, Bedeutung: Warnung! Radio einschalten, auf Durchsagen achten, Informationen über das Internet einholen.
  • Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung

DRK informiert: Was ist bei einem Blackout zu tun?

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nutzt den Warntag am Donnerstag übrigens auch, um darüber aufzuklären, was im Notfall – etwa bei einem längeren Stromausfall – zu tun wäre. Der DRK-Kreisverband Unna lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger hierzu am 8. Dezember ab 10 Uhr an seine Aktionsstände in der Volksbank Unna (Nordring 4) ein. Bei Mitmach-Aktionen können Teilnehmer zum Beispiel einen Essensvorrat für zwei Wochen planen oder lernen, wie sie trotz Stromausfall die Licht- und Wärmezufuhr sicherstellen können.