Lauren Ridloff gibt die taubstumme Heldin Makkari. © picture alliance/dpa/The Walt Disney Company Germany
Neu im Kino

Im Film „Eternals“ wachen die Unsterblichen über uns

Mit der Heldenriege „Eternals“ startet ein neues Kapitel in Marvels Comic-Universum. Wer „Atlan“ aus dem Perry Rhodan-Kosmos kennt, sieht Parallelen zum neuen Marvel-Film.

Auch in „Atlan“ leben Unsterbliche („Eternals“) seit Jahrtausenden unter den Menschen: Sie tummelten sich schon in Babylon, haben Kriege, Völkermord, Atombombe erlebt.

Zu Pink Floyds „Time“ sehen wir im Prolog von „Eternals“, wie diese Ewigen echsenartige Monster abschlachten, die nicht von dieser Welt sind.

Die Filmlänge wächst auf 150 Minuten an

Keiner aus der zehnköpfigen Heldenriege hat eine Vorgeschichte im Marvel-Universum, weder Salma Hayeks Ajak, noch Angelina Jolies Thena, Richard Maddens Ikaris oder Gemma Chans Sersi.

Alle Charaktere und Beziehungen müssen erst noch etabliert werden, was dafür sorgt, dass „Eternals“ auf eine Spielzeit von 150 Minuten anwächst.

Dieser Film hat eine menschliche Note

Regisseurin Chloe Zhao („Nomadland“), neu im Comic-Genre, hat ein Händchen für die menschliche Note. Sie ist nur eine von vier Autoren, doch dort, wo Superhelden menscheln, spürt man ihre Handschrift. Ikaris ist seit Äonen in Sersi verliebt. Die junge Sprite (mit den Zügen von River Phoenix: Lia McHugh) liebt Ikaris, sie möchte gerne altern und zur Frau reifen.

Kingo (verschmitzt humorig: Kumail Nanjiani) dreht seit 80 Jahren (!) Bollywood-Filme und gib sich als sein eigener Vater und Großvater aus. Das Versteckspiel als Normalsterblicher hat jäh ein Ende, als im London von heute die totgeglaubten Monster auftauchen.

Die Eternals-Familie vereint sich im Kampf gegen die Bestien

Tricks und Effekte sind exquisit. Beim Inszenieren von Action schlägt Zhao sich bravourös, Superkräfte wie Ikaris‘ Laserblick oder Makkaris High Speed kommen zum Einsatz. Monster-Randale, wie man sie von Marvels Helden gewohnt ist.

Doch Obacht: Sie sind womöglich gar keine Schutzengel, sondern Teil eines Plans, der auf die Zerstörung der Erde zielt. Ein Story-Twist, der darüber hinwegtröstet, dass das Problem-Palaver den Erzählfluss staut und der Film trotz frischer Helden (darunter Schwule und Taubstumme) auch alten Wein in neuen Schläuchen serviert. Unterhaltsam aber ist das allemal.

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Kultur-Redaktion
Wie sagte "Mr. Chance": Ich gucke gern!
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