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Abschied vom Siggi-Gerhard-Swingtett

Letztes Konzert

Eine Ära geht am Samstag (9. 11.) ab 19 Uhr im Dortmunder Harenberg City-Center zu Ende: Das Siggi-Gerhard-Swingtett, Deutschlands älteste noch aktive Swing-Formation, löst sich auf. Nach dem Tod von Hilbert Homberg im August, der Gründungsmitglied 1953 zusammen mit Klarinettist Siggi Gerhard (83) und der Manager des Ensembles war, kann die Band die Organisation von Auftritten nicht mehr alleine schaffen.

DORTMUND

von Von Julia Gaß

, 04.11.2013
Abschied vom Siggi-Gerhard-Swingtett

Das Siggi-Gerhard-Swingtett

Die Swing-Legenden und Jazz-Dinosaurier blicken auf ein Lebenswerk zurück und haben Spuren hinterlassen: 1949 gründete Hilbert Homberg mit Siggi Gerhard den legendären "Hot Club" in Dortmund, der zu einer Hochburg des Jazz in Deutschland wurde und Vorgänger des Jazzclub domicil war. Und seit Eröffnung des Harenberg City-Centers in Dortmund war das Siggi-Gerhard-Swingtett einmal im Jahr ein gern gesehener Gast.

Ein Abend im Kreis von Freunden Über ganz Deutschland verstreut wohnen die Mitglieder der Band inzwischen, die jungen Musiker der Brass-Formation, sind bei verschiedenen Rundfunk-Big-Bands angestellt. Aber allen hat das gemeinsame Musizieren in Dortmund viel Spaß gemacht.

Ein Abschied im Kreis von Freunden soll das Abschiedskonzert werden. - Mit einem Streifzug durch 60 Jahre Swing-Musik, den Lieblingssongs aller Bandmitglieder, Titeln von Benny Goodman und Duke Ellington.Credo des Swingetetts Natürlich mit dem Ellingtons-Titel, der 60 Jahre lang Credo des Swingtett war ("It Don't mean a thing if it ain't got that swing") und Goodmans "Moonglow", das keiner so samtig auf der Klarinette blasen kann wie Siggi Gerhard.

Am Schluss des Abschiedskonzerts schenkt das Swingett jedem Besucher als Erinnerung eine CD.Drei Fragen an Siggi Gerhard

Wie schade, dass es das Siggi-Gerhard-Swingtett nicht mehr geben wird. Werden Sie die Auftritte nicht vermissen? Es ist wirklich sehr schade, aber Hilbert war der Motor des Swingtetts, er hat das ganze Management wunderbar gemacht. Das können wir nicht ersetzen. Und einige von uns treffen sich ja hin wieder. Mit Erich Schilling hab ich auch zwischendurch mal zusammengespielt. Das sind dann Verabredungen ohne große Organisation, mit einem Anruf „Hast Du Zeit?“, und dann machen wir das. Wir hatten mit dem Swingtett eine wunderschöne Zeit und wahnsinnig viel Spaß. Selbst die jungen Musiker, die beim Funk fest angestellt sind, haben sich immer gefreut, wenn sie mit uns spielen durften.Das heißt, Sie spielen weiter Swing-Klarinette? Ja, natürlich. Bei den Rheingauer Jazzwochen trete ich im Sommer immer mit verschiedenen Gruppen auf, und in Rüdesheim haben wir gerade im Trio gespielt.Was passiert mit den Noten des Swingtetts? Das müssen ja Berge sein, die sich in sechs Jahrzehnten angesammelt haben. Wir bringen am 9. November alle unsere Mappen mit, das ist schon ein kleiner Turm. Unser Arrangeur, Jochen Kittan, wird alle Noten an sich nehmen und verwahren. Wir wollen beim Abschiedskonzert Lieblingslieder von allen Musikern spielen. Am Schluss vielleicht „After you’ve gone“. Hoffentlich kommen noch mal all‘ unsere Fans, damit wir uns bei ihnen bedanken können für 60 wunderbare Jahre.

Karten (22 Euro): Tel. 9056166.

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