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Beschwingte Schritte über ein neues Wahrzeichen

Rehberger-Brücke eröffnet

OBERHAUSEN Es ist, als hätte jemand eine dieser laufenden, springenden Spielzeugspiralen ins Riesenhafte vergrößert und über den Rhein-Herne-Kanal geschleudert. "Slinky Springs to Fame", die am Samstag in Oberhausen bei Nieselregenwetter eingeweihte begehbare Brückenskulptur des international renommierten Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger, ist ein Traum von einer Brücke und ein neues Wahrzeichen der Ruhrgebietsstadt.

von Von Klaus Stübler

, 26.06.2011
Beschwingte Schritte über ein neues Wahrzeichen

Mit Regenschirmen gingen am Samstag die ersten Bürger über die Emscherkunst-Brücke »Slinky Springs to Fame«, die Künstler Tobias Rehberger in Oberhausen gestaltet hat.

Das Bauwerk windet sich auf 406 Metern von Schloss Oberhausen hinüber zur Emscherinsel mit den Sportstätten wie dem Stadion des Fußballclubs Rot-Weiß-Oberhausen. Auf einem breiten Spannband gehend, schwingt unter den Füßen vor allem der elastische, von Spielplätzen bekannte Bodenbelag. Und das Auge wird erfreut durch den Rhythmus unterschiedlich langer Farbfelder.Rehbergers Supergefühl "Da geht man nicht einfach darüber, da wird man bewegt, da wird man beschwingt und inspiriert, hoffentlich auch motiviert, und deshalb sind Schritte über diese Brücke auch Schritte ins neue Emschertal", schwärmte Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der als Bauherrin fungierenden Emschergenossenschaft. "Slinky" sei nicht nur Teil des "EmscherErlebnis Oberhausen", sondern werde auch das Herzstück der 2013 fortgesetzten "Emscherkunst"-Ausstellung sein.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Eröffnung der Rehberger-Brücke in Oberhausen

26.06.2011
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Mit Regenschirmen gingen am Samstag die ersten Bürger über die Emscherkunst-Brücke »Slinky Springs to Fame«, die Künstler Tobias Rehberger in Oberhausen gestaltet hat.© Foto: Emschergenossenschaft
Über bunte Gummi-Farbfelder geht man auf der Brücke.© Foto: Stübler
"Slinky Springs Brücke«. Auch das Schild für die Kanalschifffahrt wurde am Samstag enthüllt. © Foto: Stübler
Mit regenschirm ging Künstler Tobias Rehberger über seine neue Brücke. © Foto: Stübler
Brückeneinweihung durch v.l. OB Klaus Wehling, Martina Oldengott, Tobias Rehberger, Jochen Stemplewski und Florian Matzner. © Foto: Stübler
Das Wasserstraßenschild am Rhein-Herne-Kanal mit Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft (links im Vordergrund) und Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Klaus Wehling (rechts im Vordergrund).© Foto: Emschergenossenschaft
Offizielle Eröffnung der Brücke durch (v.l.n.r.) Mathias Nier, Büro Schlaich Bergermann und Partner, Dr. Martina Oldengott, Emschergenossenschaft, Klaus Wehling, OB Stadt Oberhausen, Prof. Tobias Rehberger, Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft, Prof. Florian Matzner, Kurator der Emscherkunst und Udo Peters, Emschergenossenschaft.
© Foto: Emschergenossenschaft
Neben dem Gasometer ist die Brücke ein Wahrzeichen von Oberhausen.© Foto: Emschergenossenschaft
Abends leuchtete die Rehberger Brücke in vielen Farben. Die Farbfelder sind auch von unten zu sehen.© Foto: Emschergenossenschaft
Künstler Tobias Rehberger auf seiner neuen Brücke.© Foto Stübler
Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, Künstler Prof. Tobias Rehberger und Oberbürgermeister Klaus Wehling, Stadt Oberhausen, beim ersten Gang über die Brücke. (v.l.n.r.).© Foto: Emschergenossenschaft
Durchschnitten das Band (von links): Oberhausens Oberbürgermeister Klaus Wehling, Martina Oldengott, Tobias Rehberger, Jochen Stemplewski und Florian Matzner. Foto Stübler
© Foto: Stübler
Auch Rehberger war euphorisch: "Wenn ich mir's so angucke jetzt, sieht's eigentlich fast aus, wie wenn ich's gerade gezeichnet hätte, und das ist natürlich ein Supergefühl. Ich finde, es ist noch besser geworden als der erste Entwurf."Großartig und spannend Oberhausens Oberbürgermeister Klaus Wehling würdigte das Brückenwerk als "großartig und spannend" und als "eine moderne Verbindung zwischen Freizeit, Erholung und Sport auf beiden Seiten des Kanals." Vertreter vom Land NRW waren beim Festakt nicht zugegen, nachdem Landesumweltminister Johannes Remmel seine Beteiligung kurzfristig wegen des Berliner Sonderparteitags der Grünen zum Atomausstieg abgesagt hatte. Die Neugier der Bürger hielt sich bei der Erstbegehung trotz musikalischen Rahmenprogramms in Grenzen. Die Oberhausener müssen ihr neues Wahrzeichen unweit des Gasometers erst noch für sich entdecken.

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