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Da Vinci zum Anfassen im Kortumhaus

Ausstellung in Bochum

Maschinen zum Ausprobieren und Modelle, die seine komplexen Erfindungen nachvollziehbar machen: Nach Stationen in Bremen, Hamburg und Berlin kommt die Ausstellung "Leonardo da Vinci: Exploring Arts & Science" nun auch nach Bochum - und zeigt ganz anschaulich die Genialität des Italieners.

BOCHUM

, 24.07.2015 / Lesedauer: 3 min
Da Vinci zum Anfassen im Kortumhaus

Die Ausstellungsstücke sind Reproduktionen, aber zuweilen sehr gut gearbeitet.

Egal ob der erste Hubschrauber oder der erste Taucheranzug der Welt - vieles von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint, hat seinen Ursprung in den Ideen und Erfindungen von Leonardo da Vinci. "Das waren damals ganz sinnlose Erfindungen und heute findet man sie überall", sagt Kurator Hanno Buerhop. Für ihn war es wichtig, dass sich die Ausstellung nicht auf einen Aspekt von Da Vincis Schaffen konzentriert: "Wir wollen hier lieber einen Querschnitt zeigen", sagt er - und das auf einem sehr begrenzten Raum.

Im früheren Kaufhaus Kortum

Denn auf der dritten Etage des früheren Kaufhauses Kortum in der Bochumer Innenstadt stehen gerade einmal rund 1000 Quadratmeter zur Verfügung. Für eine Schau zum Gesamtwerk Da Vincis, der nicht nur Erfinder, sondern auch Maler war und mit dem "Letzten Abendmahl" und der "Mona Lisa" zwei der bekanntesten Kunstwerke der Welt schuf, eine Herkulesaufgabe.

Und doch, es funktioniert: In 15 Themenbereichen gruppiert die Ausstellung die Werke des Italieners, zeigt seine Gemälde (als Kopien) in einem anderen Raum als die von ihm entwickelten Kriegswaffen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Leonardo da Vinci-Ausstellung

24.07.2015
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Da Vinci erfand vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, wie etwa einen Taucheranzug.© Foto: Benjamin Hahn
Die Ausstellungsstücke sind Reproduktionen, aber zuweilen sehr gut gearbeitet.© Foto: Benjamin Hahn
Eine Ausstellung zum Ausprobieren ist die Leonardo-Schau.© Foto: Rathke
Auch der Hubschrauber geht zurück auf eine Erfindung da Vincis.© Foto: Benjamin Hahn
Da Vinci untersuchte Waffen, malte, beschäftigte sich aber auch mit der Geometrie.© Foto: Benjamin Hahn
Viele Exponate lassen sich anfassen.© Foto: Rathke
Die Ausstellung über das Werk von Leonardo da Vinci lockt mit Exponaten zum Ausprobieren, zeigt aber zugleich auch Reproduktion seiner Gemälde und Zeichnungen.© Foto: Benjamin Hahn
Die Ausstellung ist in der dritten Etage des Kortumhauses untergebracht.© Foto: Benjamin Hahn
Für Kurator Hanno Buerhop zählt vor allem eines: Einen Querschnitt der Genialität da Vincis zeigen.© Foto: Benjamin Hahn
Die Ausstellung über das Werk von Leonardo da Vinci lockt mit Exponaten zum Ausprobieren, zeigt aber zugleich auch Reproduktion seiner Gemälde und Zeichnungen.© Foto: Benjamin Hahn
Die Ausstellung über das Werk von Leonardo da Vinci lockt mit Exponaten zum Ausprobieren, zeigt aber zugleich auch Reproduktion seiner Gemälde und Zeichnungen.© Foto: Benjamin Hahn
Schlagworte Bochum

Doch es ergeben sich immer wieder Verbindungen. So begreift der Zuschauer schnell den Zusammenhang zwischen Da Vincis Körperstudien und seinen Maschinen oder entdeckt Querverbindungen in seinen Überlegungen zu Proportionen und der Magie, die bis heute von der Mona Lisa ausgeht. Trotzdem: Wer schon einiges über Da Vincis Leben und Werk weiß, der wird in dieser Ausstellung kaum etwas dazulernen. Zu kurz gehalten sind die Erläuterungen, zu grob der Nachdruck der Gemälde.

Kopien zu grob gedruckt

Details der Kunstwerke des Universalgenies verschwimmen in der Textur der Leinwände, auf die sie gedruckt sind. Doch an ein kunstinteressiertes Publikum, das die Werke studieren will, richtet sich diese Ausstellung ohnehin nicht. In Vorbereitung auf den 500. Todestag Da Vincis im Jahr 2019 möchten Buerhop und sein Team dem breiten Publikum die Bedeutung des Genies begreiflich machen - und das gelingt der Ausstellung hervorragend. Vor allem Familien werden aufgrund der vielen Exponate, die zum Ausprobieren einladen, an die Genialität des Italieners herangeführt. Und wer nicht basteln mag, der wird durch die vielen Nachbauten von Da Vincis Erfindungen in Staunen versetzt.

Bis 17. Januar 2016, geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr (Mi bis 20 Uhr).  Eintritt 14 Euro , Kinder 7 Euro. Der Eingang befindet sich in der Harmoniestraße.