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Der Wissenschaftler Prof. Dr. Michael M. Rind spricht über Ausgrabungen im Ruhrgebiet

LWL-Archäologie Westfalen

NRW Prof. Dr. Michael M. Rind ist Diektor der LWL-Archäologie Westfalen. Er informiert über Ausgrabungen und archäologische Schätze im Ruhrgebiet.

von Von Anne-Kathrin Neumann

, 07.07.2009
Der Wissenschaftler Prof. Dr. Michael M. Rind spricht über Ausgrabungen im Ruhrgebiet

Prof. Dr. Michael M. Rind ist Diektor der LWL-Archäologie Westfalen. Foto: LWL-Archäologie

Wie spannend ist unsere Region eigentlich aus archäologischer Sicht?

Rind: Im Ruhrgebiet gibt es sehr viele fundträchtige Orte, an denen zurzeit gegraben wird. Entlang der Ruhr hat es in der Vorgeschichte, im Mittelalter und in der Neuzeit zahlreiche Siedlungen gegeben.

Sind diese archäologischen Erkenntnisse auch für die Öffentlichkeit zugänglich?

Rind: Gerade planen wir die Ausstellung "AufRuhr" in Herne. Damit möchten wir zeigen, wie die Region im Mittelalter ausgesehen hat. Schon im 13. Jahrhundert war das Gebiet dicht besiedelt. Allein zwischen Duisburg und Dortmund standen rund 400 Turmhügeburgen. Das sind Wohnsitze der Adligen - aus Holz gebaut und von einem Graben umgeben.

Für Kunst und Forschung fehlt oft Geld. Dürfen Sie auch zu rein wissenschaftlichen Zwecken graben?

Rind: Zu unserem Alltagsgeschäft gehören leider nur so genannte Rettungsgrabungen - also wenn ein Bodendenkmal durch eine Baumaßnahme, eine Flussbegradigung oder ein ähnliches Vorhaben in Gefahr ist. Forschungsprojekte sind nur an Universitäten durchführbar, dort gibt es die zeitlichen und finanziellen Mittel.

Häufig greifen so genannte Raubgräber zur Schaufel und graben heimlich weiter, wo Archäologen ihr Lager aufgeschlagen haben.

Rind: Solche Leute sind uns ein Dorn im Auge. Oft suchen sie mit Metallsonden illegal nach Funden. Doch die historischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse interessieren diese Leute gar nicht. Zudem können sie mit den Funden nicht entsprechend umgehen und zerstören sie.

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