Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Edita Gruberova brachte Publikum zum Rasen

Gala der Kulturstiftung

Dass sie mit minutenlangen Ovationen überschüttet wird, kennt Sopranistin Edita Gruberova aus der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und anderen Welthäusern. Nach ihrem Galakonzert, mit dem sie am Freitag im Konzerthaus Dortmund für den mit 25000 Euro dotierten Preis der Kulturstiftung Dortmund dankte, waren die 1400 Zuschauer schier aus dem Häuschen.

DORTMUND

, 07.12.2014
Edita Gruberova brachte Publikum zum Rasen

Sopranistin Edita Gruberova wurde im Konzerthaus Dortmund mit Ovationen überschüttet.pascal Rest

Eine Viertelstunde feierte das Publikum im Stehen die Königin des Belcanto. "Edita, Ihr Gesang ist für uns ein Geschenk" stand auf einem Transparent, das von der Galerie herabgelassen wurde.

Dieses Geschenk hat die Sängerin mit Arien der Tudor-Königinnen, Szenen aus den Donizetti-Opern "Maria Stuarda", "Anna Bolena" und "Roberto Devereux" gemacht.Zartheit einer Nachtigall

Es ist unglaublich, mit welcher Leichtigkeit und Zartheit die fast 68-Jährige noch Spitzentöne ansetzt und wie balsamisch sie die im Piano fließen lässt. Das war ganz große Kunst einer überragenden "Divissima" und Belcanto-Gesang in Reinkultur.

Von Arie zu Arie steigerte sich die Ausnahmesängerin - bis zu ihrer derzeitigen Paraderolle, der irrsinnig durch die Koloraturen rasenden Elisabeth aus "Roberto Devereux". Schlank, hochpräsent, technisch sauber und mit einer erschütternden Ausdruckskraft ließ sie diese Königin lieben und leiden. - Ein Wahnsinns-Triumph mit der Stimme.  

Die Dortmunder Opernsänger Katharina Peetz, Lucian Krasznec und Karl-Heinz Lehner waren gute Partner in den kleinen Rollen. Mit dem Dirigenten, Gruberovas Landsmann Peter Valentovic, hat die Sängerin oft zusammengearbeitet. Die Dortmunder Philharmoniker nicht. Da klang vieles zu laut und nach Kirmesmusik.

Beim Gala-Dinner, wo der Preis zwischen Hummervorspeise und Kalbsfilet im Kreis von 100 geladenen Gästen übergeben wurde, schwärmte Edita Gruberova vom Dortmunder Publikum. "Es war ganz großartig. So etwas passiert mir zwar öfter, aber nicht allzu oft." Seit 47 Jahren steht die "Primadonna assoluta" auf der Bühne. "Die 50 möchte ich schon noch erreichen", sagte sie.