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Jane Birkin singt gefühlvoll, zart und traurig

Ruhrfestspiele

Sie singt seit 30 Jahren seine Lieder. Doch so gefühlvoll, so traurig, so zart wie jetzt im Konzert im Rahmen der Ruhrfestspiele im Recklinghäuser Festspielhaus hat man Jane Birkin und die Lieder von Serge Gainsbourg wohl noch nicht gehört. Ein Erlebnis.

RECKLINGHAUSEN

von Von Jan Mühldorfer

, 21.05.2017
Jane Birkin singt gefühlvoll, zart und traurig

Jane Birkin bei den Ruhrfestspielen

Zusammen mit der glänzend aufgelegten Neuen Philharmonie Westfalen unter Eckehard Stier sorgten Birkin und der Pianist Nobuyuki Nakajima vom ersten Moment an für Gänsehaut nonstop - und für einen musikalischen Hochgenuss.

Natürlich musste man sich vorab fragen, ob die Chansons des 1991 gestorbenen Musikers und Songwriters, mit dem sie verheiratet war, ein sinfonisches Gewand überhaupt vertragen. Wenn Jane Birkin sie singt: ja.

Lieder der Liebe

Die 70-Jährige, die in den vergangenen Jahren viele schwere Schicksalsschläge wie den Tod ihrer Tochter und ihre eigene Autoimmunkrankheit erlitt, füllt die Lieder der Liebe ihres Lebens oft mit einer Traurigkeit, die fast schmerzhaft ist (auch, wenn sie es zwischenzeitlich natürlich mal swingen lässt). Eine Traurigkeit, in der die wunderbaren Songs aber nicht ertrinken.

Birkin ist in jeder Minute authentisch. Nichts wirkt aufgesetzt. Nichts inszeniert. Ihre Stimme war nie kräftig, eher zerbrechlich. Wenn sie jetzt aber "Lost Song" singt, ist man begeistert von der Musik, hingerissen von dieser Frau - und zu Tränen gerührt.

Stehende Ovationen

Natürlich hat Birkin "Je t’aime, moi non plus" nicht gesungen. Der Kult-Hit wurde nur orchestral in einem Medley verarbeitet. Das hätte aber auch wirklich nicht gepasst.

Ein fantastischer Konzertabend, für den es nicht enden wollenden Beifall gab. Das Publikum stand komplett.

 

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