Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit Zeki Arslan auf der Farbstraße

Osthaus Museum Hagen

HAGEN Über zehn Meter zieht sich die "Farbstraße" von Zeki Arslan über die Wand im Osthaus Museum in Hagen. Zum ersten Mal wird die riesige Arbeit, die der türkische Künstlers 1988 gemalt hat, ausgestellt. Und auf der Farbstraße wandern die Besucher weiter durch die vierte Etage des Museums.

von Von Julia Gaß

, 07.12.2011
Mit  Zeki Arslan auf der Farbstraße

Die »Farbstraße« von Zeki Arslan aus dem Jahr 1988 ist zehn Meter lang und wird zum ersten Mal ausgestellt.

"Farbe Farbe Farbe" heißt die Ausstellung, die heute (8.12.) um 18.30 Uhr in Anwesenheit von Zeki Arslan eröffnet wird, sehr treffend. Zu sehen sind überwiegend große Formate. Und die geben einen Überblick über die Entwicklung des Künstlers in den vergangenen 20 Jahren. Expressiv, von leuchtender Farbigkeit, sind die Ölgemälde aus den späten 80er und 90er Jahren. Mit einem Quast hat Arslan dynamisch Farbe pastos aufgetragen - auf Leinwände und in der "Farbstraße" auf Teerpappe. Von der Mitte aus hat er sich auf der Straße zu den Rändern gearbeitet.Orientalische Gewürze Die Farben des Türken leuchten, aber sie sind nie rein und knallig. In vielen Schichten hat er Farbe übereinander gelegt, gibt den Bildern damit spannende Oberflächen-Strukturen und Tiefe. Immer noch mit breitem Strich hat Zeki Arslan gegen Ende des Jahrtausends begonnen, die Farben fließen zu lassen. Später, 2011, hat er auch auf Bambus gemalt. Die Grün- Rot- und Gelb-Töne seiner Arbeiten aus den 90er Jahren haben sich zu Farblandschaften in Blau-Grün verwandelt. Die jüngsten Bilder aus den letzten zwei Monaten haben eine orientalische Farbigkeit; ihre sanften Rot- und Gelb-Töne erinnern orientalische Gewürze.Farbe schwimmt auf dem Bildträger Die Formen fließen in diesen Arbeiten immer mehr ineinander, es entsteht der Eindruck, die Farbe schwimme auf dem Bildträger, während man den Gemälden aus den 1980er Jahren noch ansieht, wie sehr der heute 62-Jährige Farben und Formen festhalten wollte. Die Titel der neuen Arbeiten sind bezeichnend. Sie heißen "Fließendes Rot", "Geballtes Rot" oder "Durchscheinendes Rot". Einige kleine Formate, die wie Bildausschnitte wirken, zeigt das Museum auch und zwei interessante Schwar-Weiß-Arbeiten von Zeki Arslan. Sie haben den selben Charakter wie die farbigen Arbeiten, eine ähnliche Formsprache und Tiefe durch Licht- und Schattenspiel und sehen so aus, als würde man bei einem Fernseher die Farben komplett herausdrehen. Schön, wenn ein Museum so viel Platz hat, um 20 so große Arbeiten so großzügig und schön gehängt präsentieren zu können.  

Osthaus Museum: "Farbe Farbe Farbe" von Zeki Arslan, 8.12. (Eröffnung 18.30 Uhr) bis 5.2., Museumsplatz 1 in Hagen, Di/Mi/Fr 10-17 Uhr, Do 13-20 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr.

Lesen Sie jetzt