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Operngala war auch ohne Seebühne eine italienische Nacht

Eröffnung Festival "Klangvokal"

Es sollte eine italienische Nacht mit Höhenfeuerwerk im Dortmunder Westfalenpark werden - eine Gala war die Eröffnung des Dortmunder Musikfestivals "Klangvokal" am Donnerstagabend, obwohl sie ins wärmere Konzerthaus verlegt worden ist. Und dafür sorgte außer dem temperamentvollen Italiener Carlo Montanaro am Pult, der die Dortmunder Philharmoniker zu einem vitalen Spiel mit italienischem Esprit brachte, in erster Linie Startenor Joseph Calleja.

DORTMUND

von Von Julia Gaß

, 31.05.2013

Der maltesische Sänger sang mit einer raumfüllenden Herkulesstimme - so, als stände er doch auf der Seebühne und müsste auch noch Publikum in sehr großer Entfernung erreichen. In den Arien von Verdi ("Due Foscari" und "Rigoletto") und als Cavaradossi von Puccini klang das imposant und sehr präsent; als Werther und Rodrigue aus "Le Cid" von Massenet ließ der Tenor, der mit hohen Cs sparsam umging an diesem Abend, seine Stimme dann auch balsamischer, weicher fließen.Starke Stimme Für einen Nemorino aus Donizettis Liebestrank wirkte die starke Stimme allerdings etwas sehr stramm. Da wünscht man sich lieber eine sehr helle, schlanke Stimme.

Stargast an seiner Seite war die rumänische Sängerin Cristina-Antoneta Pasaroiu. Wandlungsfähig ist die Stimme der Sopranistin, die eine sehr emotionale Interpretin ist.Eindrucksvolle Mimi-Arie Mit ihrer Arie der Chimeme aus Massenets "Le Cid" rührte sie sich fast selbst zu Tränen, eindrucksvoll war ihre Mimi-Arie aus der "Boheme", und die berühmte "O mio babbino caro"-Arie aus Puccinis "Gianni Schicchi" sang sie erfreulich flott und abseits von übertriebenen, sentimentalen Anflügen. Ihre "Traviata"-Arie indes klang sehr maniriert; da wollte die Sängerin wohl zu viel differenzieren und neu deuten.

Begeistertes Publikum und ein Zugabenfest als Entschädigung für das geplatzte Höhenfeuerwerk. Das Festival "Klangvokal" bietet noch bis zum 30. Juni 15 Konzerte und das "Fest der Chöre" am 29. Juni.

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