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Timm Ulrichs’ versunkene Kirche hoch prämiert

mfi-Preis vergeben

MÜNSTER Timm Ulrichs empfindet späte Genugtuung. Der Künstler, der in Münster und Hannover lebt, erhält den mit 50.000 Euro dotierten Essener „mfi-Preis Kunst am Bau“. Das teilte er am Montag unserer Zeitung mit.

von Von Manuel Jennen

, 30.11.2009
Timm Ulrichs’ versunkene Kirche hoch prämiert

Timm Ulrichs erhält den mit 50.000 Euro dotierten Essener »mfi-Preis Kunst am Bau«.

Prämiert wird seine monumentale Skulptur einer halb im Erdreich versunkenen Kirche in Fröttmaning, in Sichtweite der neuen Münchner Allianz-Arena. Wegen dieses Werks hatte Ulrichs sich vehement mit seinem münsterschen Kunstakademie-Kollegen Guillaume Bijl gestritten. Bjil hatte für die Skulptur-Projekte 2007 in Münster einen in einer Grube versunkenen Kirchturm gebaut, der heute noch zu sehen ist. Ulrichs fand, das Werk sei ein Plagiat, was Bijl zurückwies. Vor allem fürchtete Timm Ulrichs damals, der Bijl-Turm könne seiner Arbeit die Aufmerksamkeit wegnehmen. Den Preis der hochkarätig besetzten Jury des Essener Immobilien-Managements mfi sieht er nun als Bestätigung, dass dem doch nicht so war. Und das viele Geld? Steht nun eine Traumreise nach Hawaii an? „Was soll ich da“, sagt Ulrichs, „erholen kann ich mich auch in Münster im Bett.“ Er will das Geld lieber in neue Kunstwerke investieren. Im kommenden Jahr, zu seinem 70. Geburtstag, ehren ihn das Sprengel-Museum und der Kunstverein Hannover mit Ausstellungen, außerdem auch das Museum der Schokoladenfirma Ritter Sport in Waldenbuch. Viel Raum also für große neue Arbeiten. 

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