Belastung für die Augen

In den Arbeitspausen Tageslicht tanken

Viele Beschäftigte bekommen an ihrem Arbeitsplatz kaum oder gar kein Tageslicht zu sehen. Das kann - ebenso wie schlecht beleuchtete Arbeitsplätze - negative Effekte haben. Was hilft?
Fehlt das natürliche Tageslicht bei der Arbeit, kann das zu Müdigkeit, Augenreizungen und Verstimmungen führen. © Adobe Stock

Gibt es am eigenen Arbeitsplatz kaum oder gar kein Tageslicht, sollten Sie zumindest die Pause im natürlichen Licht verbringen. Das rät Gerold Soestmeyer, Leiter des Sachgebiets Beleuchtung bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Wie der Experte im Interview mit der Zeitschrift „Arbeit & Gesundheit“ (Ausgabe 01/2022) erklärt, habe es schon „sehr positive Effekte“, wenn sich Beschäftigte hin und wieder ans Tageslicht begeben.

Tageslicht tanken: So geht’s

Betriebe können ihre Mitarbeiter unterstützen, indem sie zum Beispiel draußen wind- und regengeschützte Möglichkeiten für Pausen schaffen oder Aufenthaltsräume haben, in denen Beschäftigte Tageslicht bekommen.

Falls möglich empfiehlt es sich, Pausen für kleine Spaziergänge zu nutzen. So gerät man ein wenig in Bewegung und kann seine natürlichen Energiereserven wieder aufladen.

Tageslicht stärkt die innere Uhr und macht wach

Tageslicht stärkt dem Beleuchtungsexperten zufolge wegen des hohen Blauanteils zum Beispiel die innere Uhr und macht wach. Wer direkt an einem Fenster sitzt, bekomme je nach Blickrichtung schnell 5000 bis 6000 Lux. Die Arbeitsstättenverordnung schreibe bei normalen Bürotätigkeiten dagegen nur 500 Lux vor.

Ausreiche Beleuchtung am Arbeitsplatz sicherstellen

Da wo künstliches Licht am Arbeitsplatz zum Einsatz kommt, gilt es laut Soestmeyer vor allem auf eine sinnvolle Kombination von indirekter und direkter Beleuchtung zu achten.

So lässt sich sicherstellen, dass nicht nur der Arbeitsplatz selbst, sondern auch die Umgebung ausreichend beleuchtet sind. Unangenehme Schatten oder diffuses Licht werden vermieden.

dpa

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