A Walk in the Park - oder: 10.000 Schritte zum Glück

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal gibt es ein Plädoyer für den Spaziergang.

25.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spaziergänge sind super für Körper und Geist. Für einen Sportmuffel wie Leben-Redakteur Marc Bracht also genau das Richtige.

Spaziergänge sind super für Körper und Geist. Für einen Sportmuffel wie Leben-Redakteur Marc Bracht also genau das Richtige. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Wenn ich lange am Schreibtisch sitze, hört sich jede Bewegung meiner Schulter irgendwann wie eine Pfeffermühle an. Und auch der Schädel brummt nach gewisser Zeit gewaltig. KoNaSchu nennt man das. Typisch deutsch. Effizienz geht vor. Deshalb muss immer schnell ein Akronym her. KoNaSchu steht für Kopfschmerzen mit Nacken- und Schulterschmerzen - und ich habe genau diese. Und leider auch viel zu oft.

Sitzen ist ungesund

Ja, ich sitze zu viel. Irgendwie gekrümmt. Keinesfalls ergonomisch. Sitzen ist das neue Rauchen. Diesen Slogan hört man ja immer wieder. Wahrscheinlich ist es sogar schlimmer. Es sollen ganze 22 Minuten sein, die eine Stunde auf dem Podex uns an Lebenszeit raubt. Beim Glimmstängel sollen es ja nur sieben sein.

Was tun? Diese Frage beschäftigt mich seit geraumer Zeit. Ich bin Sportmuffel. Auch wenn ich schon einige Sportarten ausprobiert habe, fehlte mir nach nur kurzer Zeit schon die Motivation. Ich bin vielleicht einfach zu gemütlich. Ab auf‘s Sofa. Wieder sitzen.

Können 10.000 Schritte Sport ersetzen?

Am Wochenende habe ich mit meiner Freundin einen ausgdehnten Spaziergang gemacht. Irgendwas so an die sieben Kilometer. Und siehe da: Die Verschleißerscheinungen, die in meinem Alter eigentlich noch kein Thema sein sollten, waren wie verflogen. Ein Blick auf das Smartphone offenbarte: 10.000 Schritt - plus/minus.

Es gibt ja diese Formel: 10.000 Schritte täglich sollen Sport ersetzen können. Ob da etwas dran ist? Fraglich. Aber mir hat es in diesem Monat gut getan. Deshalb überlege ich, diese Schrittanzahl in meinen Alltag zu integrieren. Vielleicht nicht täglich. Aber gern öfter. Selbst wenn man den klassischen Sport damit nicht ersetzen kann, gibt es doch einen anderen positiven Effekt. Auf das Gemüt.

Spazieren gehen macht glücklich

Eine Studie der Universität Witten-Herdecke fand heraus, dass ein Spaziergang glücklich macht. Völlig unerheblich, ob man eine halbe oder drei Stunden durch die Gegend tippelt.

Gemütliches Gehen macht den Kopf frei. Der Stress verfliegt. Und damit auch die Anspannung, die sich auch auf den Körper auswirkt. Mit einem netten Spazierpartner kann man sich beim Laufen austauschen. Man kann gemeinsam Pläne schmieden, lachen und einfach mal im Hier und Jetzt sein.

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