Ab auf die Matte!

Kolumne

An dieser Stelle schreibt Redakteur Marc Bracht über seine Erfahrungen in den Bereichen Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um Leibesertüchtigung in Zeiten der Pandemie.

17.03.2020, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Workout zu Hause. Auch in Zeiten von Covid-19 muss man sich fithalten.

Workout zu Hause. Auch in Zeiten von Covid-19 muss man sich fithalten. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Von Marc Bracht

„Dann kannst du ja jetzt jeden Tag für eine halbe Stunde auf‘s Fahrrad“, jubilierte meine Lebensgefährtin gestern Abend, nachdem sie ihre „Runde“ auf unserem Trimm-Dich-Rad im Wohnzimmer gedreht hatte. Ich lag auf der Couch. „Was soll ich?“, stotterte ich - mit Resten vom Schokoriegel zwischen den Zähnen.

„Da du jetzt von zu Hause aus arbeitest, hast du ja noch weniger Bewegung“, erklärte sie. „Es wäre besser, du hieltest dich ein bisschen fit.“ Mein Blick - ein böser - wanderte rüber zu dem Trainingsgerät. „Mir war schon klar, dass ich deinen Kauf mal bereuen würde“, murmelte ich.

Corona-Pandemie: Fitnessstudios geschlossen

Es stimmt. Momentan arbeite ich von zu Hause aus. Homeoffice, wie es auf Neudeutsch heißt. Eine Maßnahme, die derweil viele Arbeitgeber ergreifen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Eine gute Idee: Man kann das Ansteckungsrisiko minimieren, sich den Arbeitsweg sparen und einen ganz eigenen Dresscode kreieren. Omas selbst gestrickte Socken - check! Jogginghose - check! Peinliches Mallorca-Mitbringsel-Shirt - check!

Beim Aufstehen - meine Gelenke hörten sich wie eine Pfeffermühle an - wurde mir klar, dass meine Partnerin völlig recht hatte. Im Homeoffice wird der Bewegungsradius kleiner. Ja, für viele ist der Schreibtisch, der Pausenraum und die Schlafstätte nach Feierabend ein und derselbe Ort. Da muss man was tun! Frisch, frei, fröhlich, fromm. Das sagte schon Turnvater Jahn.

Die besten Übungen für das Workout zu Hause

Heute war es dann soweit. Allerdings entschied ich mich gegen das mittelalterliche Folterinstrument, pardon, den Heimtrainer. Stattdessen kramte ich aus der Abstellkammer die Yoga-Matte meiner Freundin hervor. Während sie so dalag, wurde ich fast neidisch. „Nein!“, rief ich laut. „Ab auf die Matte!“ Zum Glück gibt es ein paar Übungen, die man ganz leicht in den eigenen vier Wänden durchführen kann.

Übung 1: Squat-Jumps

Squat-Jumps - klingen erst mal wahnsinnig kompliziert, sind aber eigentlich nur gesprungene Kniebeugen. Also: Die Knie beugen, dann hochspringen und den gesamten Körper durchstrecken. Das trainiert Po und Oberschenkel, also große Muskeln. Deshalb werden bei dieser Übung auch viele Kalorien verbrannt.

Übung 2: Planking

Wieder so ein englischer Begriff! Beim Planking geht man in den Unterarmstütz und hält diese Position. Es ist also fast wie Liegen, nur anstrengender. Perfekt für zu Hause.

Übung 3: Der Mountain-Climber

Ernsthaft?! Kann man nicht einfach „Bergsteiger“ sagen? Bei dieser Übung begibt man sich in die Liegestütz-Position und führt dann abwechselnd das rechte Knie zum rechten Ellenbogen und das linke Knie zum linken Ellenbogen.

Wie oft sollte man zu Hause trainieren?

Zugegeben: Nach einem kleinen Workout fühlt man sich zwar total zerstört, aber auch irgendwie frischer. Zwei- bis dreimal die Woche für 20 bis 30 Minuten. Das habe ich mir nun vorgenommen. Zumindest, so lange ich noch im Homeoffice bin.

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