Auf gute Freunde

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht‘s um die Wichtigkeit von guten Freundschaften - besonders jetzt.

01.12.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gute Freunde kann niemand trennen. Außer Corona. Marc Bracht entdeckt neue Wege, Freundschaften in Zeiten der Pandemie aufrechtzuerhalten.

Gute Freunde kann niemand trennen. Außer Corona. Marc Bracht entdeckt neue Wege, Freundschaften in Zeiten der Pandemie aufrechtzuerhalten. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

„Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern“, sagte einst der griechische Philosoph Aristoteles. Aktuell fühlt man sich also nicht vollständig. Die Pandemie sorgt dafür, dass wir jedes Treffen mit anderen erst mal gründlich hinterfragen - oder sogar komplett absagen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, das Corona-Jahr 2020 eine harte Zeit für Freundschaften. Dabei sind Freundschaften so wichtig für unser Wohlbefinden. Was tun?

Freundschaften pflegen in der Corona-Zeit

Meine Partnerin nutzt jetzt seit neuestem das Know-How aus dem Homeoffice. Videokonferenzen kann man schließlich nicht nur mit Kollegen oder Kunden abhalten, sondern auch mit Freunden. So sitzt sie nun, immer sonntags, für ein paar Stündchen in der Küche und tauscht sich mit ihren Mädels über alles aus, was im Laufe der Woche so passiert ist. Klar, es ist nicht dasselbe, aber es ist ein guter Kompromiss.

Auch ich habe schon Skype, Zoom und Co. benutzt, um mit meinen Jungs zu quatschen. Nach dem anfänglichen „Seht ihr mich?“, „Könnt ihr mich hören?“ oder „Komm mal näher ans Mikro!“ ging das dann auch ganz gut. Das Beste: Jemand kam auf die Idee eine Online-Variante von Montagsmaler zu spielen. Ein digitaler Spieleabend, der uns Kontaktbeschränkungen, Mund-Nasen-Schutz und all die anderen notwendigen Restriktionen für einen kurzen Moment vergessen ließ. Tatsächlich gibt es einige Spieleklassiker für PC oder Smartphone, die einen geselligen Abend zumindest simulieren können.

Warum Freundschaften so wichtig sind

Es lohnt sich, dieser Tage ein wenig in die Trickkiste zu greifen. Denn Freundschaften sind wichtig, ja, sogar gesund. So schreibt der Sozialverband VDK: „Eine australische Studie zeigt: Wer von guten Freunden umgeben ist, hat eine höhere Lebenserwartung.“ Der positive Einfluss von Verwandten, Kindern, aber auch dem eigenen Partner sei dagegen deutlich geringer.

Grund dafür ist das das Hormon Oxytocin, das in Momenten von Vertrautheit besonders stark gebildet wird. „Oxytocin wirkt doppelt: Es bringt Stress und Angst in sozialen Situationen unter Kontrolle, indem es die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt und das Belohnungszentrum stimuliert“, erläutert der Verband. Freundschaften haben eine Entlastungsfunktion. Doch man muss sie stets pflegen.

Halten Sie Kontakt

Corona ist eine Belastung. Doch lassen Sie sich davon nicht den Kontakt zu Ihren Freunden vermiesen. Greifen Sie zum Telefon oder zur Webcam. Ob nur für ein kurzes „Wie geht‘s dir eigentlich?“ oder eine Runde Ihres Lieblingsbrettspiels in digitaler Fassung.

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