Die Sache mit der Achtsamkeit

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Und widmet sich diesmal einem großen Thema.

12.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einfach mal im Hier und Jetzt sein. Ist Redakteur Marc Bracht nicht immer. Wäre er aber gern.

Einfach mal im Hier und Jetzt sein. Ist Redakteur Marc Bracht nicht immer. Wäre er aber gern. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Achtsamkeit ist eines dieser Wörter, das viele von uns wahrscheinlich nicht mehr hören können. In jeder Bahnhofsbuchhandlung liegen zahllose Zeitschriften und Bücher mit eben genau diesem Begriff auf dem Cover aus. Man ist schnell verleitet, Achtsamkeit als etwas Esoterisches zu sehen, das seinen Platz in alternativen Hippie- oder Aussteiger-Kommunen hat. Als etwas, das Selbstoptimierer anspricht, die ein Faible für Fernost haben. Man tut der Achtsamkeit damit Unrecht. So viel steht fest.

Was ist Achtsamkeit?

Per Definition beschreibt Achtsamkeit einen Zustand der Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt. Klingt total nüchtern. Keine Glückskekse, Räucherstäbchen oder Blumenkränze. Grundsätzlich geht es darum, im Hier und Jetzt zu sein. Und das fällt uns, ich pauschalisiere ganz bewusst, meist sehr schwer.

Die Wirkung auf die Psyche

Jeder kennt das: Man ist mit der Sache X beschäftigt, denkt dabei aber an die Sache Y von gestern, die nicht so optimal lief oder viel besser als Sache X heute, oder an die Sache Z von morgen, die so oder so ähnlich ausgehen könnte. Oder vielleicht doch ganz anders? Halt! Stopp! Seien Sie einfach mal hier. Genau hier. Genau jetzt. Die Forschung ist sich einig: Das ist gut für uns und unser Wohlbefinden.

Wie kann man achtsam sein?

Wenn Sie nun davon überzeugt, dass Ihnen etwas mehr Achtsamkeit im Alltag guttäte, seien Sie ganz beruhigt. Es gibt ein paar einfache Übungen:

  • Einfach mal atmen: Ganz genau, aber nichts anderes machen. Konzentrieren Sie sich ein paar Minuten, anfangs reichen fünf, einmal nur auf Ihren Atem. Andere Gedanken werden kommen. Lassen Sie diese ziehen.
  • Einfach mal länger liegen bleiben: Bleiben Sie nach dem Klingeln des Weckers fünf Minuten länger liegen und untersuchen Sie Ihre Gefühle. Können Sie erkennen, welche Ursachen sie haben? Fühlen Sie in Ihren Körper hinein. Wo spüren Sie etwas Positives, wo vielleicht eine Verspannung?
  • Einfach Pause machen: Gönnen Sie sich täglich zur derselben Zeit eine Pause von drei bis fünf Minuten. In dieser lassen Sie alles stehen und liegen, machen einfach gar nichts, außer ruhig ein- und auszuatmen. Es geht in dieser kurzen Zeit nur um Sie.

Es ist ratsam, eine Routine in seine Achtsamkeitsübungen zu bekommen. So stellen sich auf Dauer positive Veränderungen ein. Fangen Sie klein an und steigern Sie sich. Sie werden es lieben.

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