Eine Uhr als Weihnachtsgeschenk

Weihnachten

Uhren sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Mit der Auswahl kann man sich aber ganz schön in die Nesseln setzen. Wir verraten, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

05.11.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Uhr ist das klassische Weihnachtsgeschenk.

Eine Uhr ist das klassische Weihnachtsgeschenk. © Rosefield/dpa

Immer nur Socken, Parfüm oder Krawatten - das ist auf Dauer unterm Christbaum doch eher langweilig. Eine schöne Uhr ist da eine echte Alternative. Denn sie ist gleichzeitig Trend und Handwerk. Vor allem aber hat man lange etwas von diesem Geschenk.

Was aber liegt bei Uhren in diesem Jahr im Trend? Guido Grohmann, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Schmuck und Uhren, sagt: „Bei den edlen Uhren gibt es gleich mehrere Trends. Zwei ganz besonders wichtige: Retro und Heritage.“

Unter Heritage versteht man dabei die Neuauflage von Uhren-Klassikern, die die Menschen vor Generationen begeistert haben und das heute wieder tun. Retro hingegen steht für Uhren im Design vergangener Zeiten.

Das ist aber natürlich nicht alles an neuen Ideen, wie Grohmann weiß. Auch die Rückkehr von Bicolor am Uhrenarmband und Gehäuse liegt im Trend, genauso gilt auch Bronze als Trendsetter. Denn das Metall verändere seine Farbe bei Hautkontakt, so dass jeder ein ganz individuelles Modell tragen könne.

Individualität als Trend bei Uhren

Generell sei Individualität ein großes Thema, meint Grohmann. Das mache sich unter anderem auch an Armbändern in wechselnden Farben und aus verschiedenen Materialien bemerkbar, die zu einer Uhr gehören. Außerdem sei Gold bei Uhren zu Weihnachten gefragt, vor allem in warmen Nuancen wie Gelbgold.

Auch am Uhrenfachhandel geht das Thema Nachhaltigkeit nicht vorüber, wie Grohmann weiß: „Die Kunden achten vor allem bei Uhrarmbändern auf dieses Thema. Daher gibt es heute vielfach auch Alternativen zu Leder im Angebot.“

Smartwatch nicht fürs Büro

Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte hält vor allem Uhren im Bauhaus-Design für stilprägend - „schlicht deshalb, weil sie den Zeitgeist widerspiegeln und zudem so zurückhaltend sind, dass sie zu vielen Outfits von Jeans über Kostüm bis hin zum Anzug passen.“

Entscheidend sei jedoch beim Verschenken einer Uhr nicht allein der modische Aspekt, sondern auch die Frage, zu welchem Anlass sie getragen werden soll. So seien Smartwatches und auch Fitnessuhren zwar ideal für den Sport, im Büro aber weniger angesagt.

Generell, so Dünkelmann, sind Uhren in dieser Saison kleiner und flacher, so dass man sie zu vielen Looks kombinieren könne. Darüber hinaus gäbe es im Zuge des Retro-Trends aber auch vermehrt kissenförmige Gehäuse, deren vergrößerte Auflagefläche zu einer besseren Lesbarkeit des Ziffernblattes führe. Wer eine Uhr als Geschenk auch unter dem Aspekt der Wertanlage sieht, sei zudem mit Stahlklassikern mit ausgeklügelter Mechanik gut beraten.

Vor dem Geschenk: Blick in den Schmuckkasten oder Kleiderschrank werfen

Vor allem Männer tun sich bisweilen ein wenig schwer mit der Auswahl der richtigen Uhr zu Weihnachten. „Da hilft allerdings ein Blick in den Schmuckkasten und den Kleiderschrank der Frau weiter“, sagt Stilberaterin Andrea Lakeberg aus Berlin. „Denn so kann man sich einen ersten Eindruck darüber verschaffen, ob die Uhr eher verspielt, puristisch oder sportlich sein sollte.“

Gedanken solle man sich zudem auch über die Wahl des Armbands machen. Bisweilen sei ein Gliederarmband, das lange schön aussieht, eine gute Alternative zu Leder. Wenn es aber doch Leder sein solle, dann lieber zu sanfteren Tönen wie Braun oder Cognac greifen, Schwarz wirke eher maskulin. Schlussendlich aber spiele auch die Größe der Uhr eine Rolle: Sie dürfe nicht so groß sein, dass sie am Handgelenk übersteht, aber auch nicht so klein, dass man sie kaum wahrnimmt.

Weitere Tipps und Themen:

www.ruhrnachrichten.de/leben

dpa