Experte rät zum Radfahren in der Corona-Krise

„Geht aufs Rad“

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sollte man möglichst viel zu Hause bleiben. Wer aber nach draußen muss, etwa für einen Einkauf im Supermarkt, der könnte das Fahrrad nutzen.

24.03.2020, 10:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einem aufgeklebten Plastik-Schwein als Glücksbringer auf dem vorderen Schutzblech parkt ein Fahrrad in der Innenstadt.

Mit einem aufgeklebten Plastik-Schwein als Glücksbringer auf dem vorderen Schutzblech parkt ein Fahrrad in der Innenstadt. © Frank Rumpenhorst/dpa

„Ich kann nur betonen: Geht aufs Rad“, sagt Antes, der sich unter anderem mit den Verbreitungswegen von Infektionen beschäftigt. Rad zu fahren, sei ein hundertprozentiger Selbstschutz, weil man nur das Rad anfasse und etwa nicht die Stangen in Bahn oder Bus. „Und es ist ein hoher Schutz für andere, da man automatisch und andauernd Abstand hält.“

Radfahren als Infektionsschutz

Wenn mehr Menschen auf das Rad stiegen, entlaste das auch den öffentlichen Nahverkehr, „der ja die größte öffentliche Massenveranstaltung ist und bei dem das Infektionsrisiko besonders groß ist“, erklärt der langjährige Direktor des Deutschen Cochrane-Zentrums am Universitätsklinikum Freiburg.

Gegen Bewegungsmangel

„Gerade die Leute, die sich jetzt eingesperrt fühlen, leiden vielleicht auch wegen des Bewegungsmangels“, so Antes. Und da helfe Fahrradfahren. „Es ist körperlich in jeder Hinsicht gut.“ Sport und Bewegung an der frischen Luft sind etwa im Kreise der Familie schließlich noch erlaubt.

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dpa