Ich packe meinen Koffer

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um Urlaubsvorbereitung. Und was der Koffer über uns verrät.

07.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leben-Redakteur Marc Bracht zieht’s für eine Woche gen Süden. Beim Kofferpacken lernt er sich besser kennen.

Leben-Redakteur Marc Bracht zieht’s für eine Woche gen Süden. Beim Kofferpacken lernt er sich besser kennen. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Endlich mal wieder raus. In ein paar Tagen geht es für mich und meine bessere Hälfte nach Bayern. Eine Woche lang wollen wir im Allgäu wandern, schlemmen - ja, einfach mal die Seele baumeln lassen. Wir haben‘s nötig. Denn nicht nur die Zeit, in der wir nicht mehr verreisen konnten, war recht lang. Nein, auch die Urlaubsvorbereitung selbst - also im Speziellen das Packen der Koffer - verlangt uns einiges ab und muss mit Erholung entschädigt werden. Doch beim Packen merkt man, wer man wirklich ist. Ein positiver Effekt.

Was unser Koffer über uns aussagt

„Es gibt riesige Unterschiede beim Kofferpacken und ganz unterschiedliche Pack-Typen“, weiß die englische Psychologin Honey Langcaster-James, die für die Webseite lastminute.com das Packverhalten verschiedener Touristen untersuchte. Tatsächlich lassen sich ein paar Charaktere ganz schnell ausmachen. Man könnte schon fast sagen: „Zeig mir deinen Koffer - und ich sage dir, wer du bist!“

Koffer packen: Diese Typen gibt es

Es mag wie Meckern auf hohem Niveau klingen, „First World Problems“ wie man auf Neudeutsch sagt. Aber einen Koffer zu packen, bedeutet Stress. Was nehme ich mit? Wie viel passt rein? Komme ich mit meinen Sachen aus? Fragen über Fragen. Butter bei die Fische: Welcher Typ sind Sie?

Typ 1: Der Minimalist

Der Minimalist nimmt wirklich nur das Allernötigste mit, lebt nach dem Motto „Mehr brauche ich nicht“ - oder auch dem Leitsatz „Wenn mir was fehlt, kaufe ich es einfach vor Ort nach“. Er reist meist nur mit Handgepäck. Darin befinden sich ein paar Sachen zum Wechseln. Schnickschnack, Fehlanzeige. Der Minimalist hat viel Selbstvertrauen. Er ist locker und ziemlich unkompliziert.

Typ 2: Der Planer

Der Planer ist auf alles vorbereitet. Für jede erdenkliche Wetterlage hat er das passene Kleidungsstück parat. Wollsocken und Schneestiefel treffen in seinem Koffer auf Flip Flops, T-Shirts auf Daunenparka. Dazu kommt ein kleines Wörterbuch, um die Basics der Landessprache zu erlernen, sowie gleiche mehrere Wechselakkus für die teure Spiegelreflexkamera. Der Planer ist ein Kopfmensch, der nur ungern die Kontrolle abgibt. Seine perfektionistische Art macht ihn aber auch zuverlässig.

Typ 3: Der Überlebenskünstler

Der Überlebenskünstler ist im Geiste Schüler von Rüdiger Nehberg. Er schleppt alles mit in den Urlaub, um für ein Survival-Abenteuer gerüstet zu sein. Egal ob Wanderhosen, die sich mittels Reißverschluss in Shorts verwandeln lassen, Kompass, Taschenmesser mit integriertem Nähset, einen Verbandskasten oder sogar ein Satellitentelefon - der Überlebenskünstler ist für alles vorbereitet. Aber er gibt auch gern den Ton an und sagt, wo es lang geht. Dabei ist er allerdings sehr verantwortungsbewusst.

Typ 4: Die Laufstegschönheit

Die Laufstegschönheit packt ganz viel Make-Up, zahllose Sommerkleidchen und Schuhe jeglicher Höhe ein. Dazu jede Menge Accessoires - von Sonnenhut bis -brille, von Muschelarmband bis Zehenring. Die Laufstegschönheit will zwischen den anderen Gästen am All-You-Can-Eat-Grillbüffet immer die beste Figur machen. Aber sie strahlt durch ihre glamouröse Art auch Unsicherheit aus. Besser wäre es, einfach mal loszulassen und abzuschalten.

Typ 5: Der Last-Minute-Packer - also ich

Der Last-Minute-Packer schmeißt planlos ein paar Minuten bevor es losgeht ein paar wahllos aus dem Schrank gezogene Klamotten in seinen Koffer. Alles wird irgendwie zusammengequetscht. Fertig. Der Last-Minute-Packe ist ein Spieler. Er verlässt sich auf sein Glück, auf ein optimistisches „Wird schon passen“. Er gilt als lustig und junggeblieben. Leider aber auch als ein wenig unorganisiert. Ich denke, in diese Kategorie kann man mich am besten einordnen. Nun ja, passt schon...

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