Macht mehr Komplimente!

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um die Kraft der Komplimente. Denn diese wirken sich total positiv auf die Psyche aus.

von Marc Bracht

, 30.03.2021, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kleine Sätze, große Wirkung. Komplimente sind Balsam für die Seele. Warum, verrät Ihnen Marc Bracht.

Kleine Sätze, große Wirkung. Komplimente sind Balsam für die Seele. Warum, verrät Ihnen Marc Bracht. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Wenn wir mal ehrlich sind, ist es doch gar nicht so schwer, einem lieben Menschen ein Kompliment zu machen. „Schöne Frisur“, „tolles Outfit“, „interessanter Vorschlag“ - die Möglichkeiten sind endlos. Mit wenig Aufwand lässt sich viel bewegen. Das bestätigt auch die Psychologie.

Komplimente sind gesund

Für Psychologen gilt es nämlich längst als erwiesen, dass Komplimente das Glücksgefühl steigern. Die Erklärung hat - wie so oft - etwas mit den Hormonen zu tun.

Ein paar nette Worte sorgen dafür, dass Glückshormone, wie Oxytocin, ausgeschüttet werden. Oxytocin sorgt u.a. dafür, dass das Verbundenheitsgefühl zwischen Personen gesteigert wird.

Die Produktion von Serotonin und Dopamin kann ebenfalls durch Komplimente angekurbelt werden.

Auf freundlicher Mission

Auch die Berliner Bloggerin Rosa Stark hat das erkannt. Vor ein paar Jahren startete sie deshalb eine Komplimentoffensive.

„Ich will die Welt zu einem besseren Ort machen“, so das gesteckte Ziel der Hauptstädterin. Und wie? Jedem Tag einem Fremden ein Kompliment machen.

Mehr Selbstwertgefühl durch Komplimente

Auch auf der anderen Seite der Erde ist die Erkenntnis darüber, dass Komplimente etwas Positives in uns auslösen, angekommen. Und in Japan geht man sogar noch einen Schritt weiter.

Eine Studie im Land der aufgehende Sonne aus dem Jahr 2012 zeigt, dass ein Lob dazu führt, dass sich motorische Fähigkeiten verbessern.

Die Probanden, aufgeteilt in zwei Gruppen, mussten mit ihren Fingern Aufgaben auf einer Tastatur lösen. Die eine Gruppe wurde anschließend gelobt, die andere nicht. In Runde 2 zeigte sich, dass die Teilnehmer, die gelobt wurden, viel besser arbeiteten als die anderen.

Und die Moral von der Geschicht...

Zugegeben, ich kenne es ja selbst. Meine Partnerin probiert ein paar neue Kleidungsstücke an, fragt mich, wie ich sie finde - und von mir kommt nur ein halbherziges „Gut“.

„Du kannst ruhig mal etwas Netteres sagen!“, bekomme ich dann meistens zu hören. Recht hat sie. Ab sofort starte ich eine Charmeoffensive. Übrigens, liebe Leserinnen und Leser: Sie sehen heute fantastisch aus!

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