Medizinische Fußpflege in mehr Fällen Kassenleistung

Ab Juli

Hornhaut abtragen und Nägel bearbeiten: Künftig können Ärzte häufiger eine podologische Therapie verordnen.

01.07.2020, 11:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei junge Frauen strecken ihre Füße aus ihrem Zimmerfenster in die warme Sonne.

Zwei junge Frauen strecken ihre Füße aus ihrem Zimmerfenster in die warme Sonne. © Peter Kneffel/dpa

Gesetzlich Krankenversicherte haben ab Juli in mehr Fällen Anspruch auf eine medizinische Fußpflege. Ärzte können sie fortan auch bei Schäden an der Fußhaut und Zehennägeln verordnen, die durch ein Querschnittsyndrom oder eine Neuropathie verursacht wurden.

Fußpflege kann künftig von allen in Anspruch genommen werden

Die podologische Therapie kann nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zukünftig von allen Patientinnen und Patienten in Anspruch genommen werden, bei denen nachweislich eine Schädigung des Fußes bestehe, die mit dem diabetischen Fußsyndrom vergleichbar und auf ähnliche Sensibilitätsstörungen zurückzuführen sei.

Bisher nur bei diabetischem Fußsyndrom

Bisher war eine medizinische Fußpflege laut G-BA ausschließlich bei einem diabetischen Fußsyndrom verordnungsfähig.

Weitere Gesundheitstipps unter:

www.ruhrnachrichten.de/leben

dpa