Mehr Platz im Kinderzimmer

Mit Farbe und Spiegeln

Ein kleines Kinderzimmer kann man mit einigen Tricks optisch größer zaubern. Was Eltern bei der Einrichtung beachten sollten.

17.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stauraum kann an vielen Orten geschaffen werden, zum Beispiel unter einer der Sitzfläche einer Bank.

Stauraum kann an vielen Orten geschaffen werden, zum Beispiel unter einer der Sitzfläche einer Bank. © hülsta/VDM/dpa-tmn

Das Kinderzimmer soll Rückzugsort und Spielparadies für die Kleinen sein. Damit dies gelingt, sollten Eltern besonders in kleinen Räumen viel Stauraum schaffen und die Grundfläche mit Licht und Farbe optisch vergrößern. Zwei Einrichtungsprofis geben Tipps für Möbel und Wände.

Kinderzimmer streichen: Worauf kommt es bei der Farbe an?

Weiß ist der Klassiker unter den Wandfarben, im Kinderzimmer wirkt ein weißer Anstrich aber häufig etwas kühl. „Besser sind helle, freundliche Farben wie zum Beispiel Pastelltöne“, sagt Mareike Hermann von der DIY Academy in Köln. „Sie öffnen kleine Räume optisch, schaffen Weite und lassen Wände zurücktreten“, so die Heimwerker-Expertin.

Kleine Kinderzimmer richtig einrichten

„Kleine Zimmer lassen sich auch strukturieren, indem man einen Bereich zum Schlafen, Spielen und Lernen farblich absetzt“, sagt Hermann. Ein Teppich zur Begrenzung kann dabei genauso helfen wie verschiedene Lichtquellen. Nur ein zentrales Deckenlicht zu verwenden sei wenig förderlich. Es kann den Raum in der Mitte zusammenziehen. „Am Bett oder in die Kuschelecke gehört ein indirektes Licht, gern auch mit Dimmer“, erklärt sie.

„Für kleine Kinderzimmer bieten sich zudem Spiegel auf Wänden oder Schränken an, da sie den Raum optisch vergrößern“, sagt Christine Scharrenbroch, Pressesprecherin im Verband der Deutschen Möbelindustrie. Umso größer der Spiegel, desto stärker sei der Effekt. Sie empfiehlt eine Breite von 50 bis 100 Zentimetern und eine Höhe von 1,50 Meter.

Möbel passend zur Raumform des Kinderzimmers

Standort und Art der Kinderzimmermöbel sind abhängig von der Form des Raumes. „Bei einem quadratischen Zimmer sollte das Bett hinter der Tür platziert werden. Wenn man in den Raum reinkommt, wirkt das Zimmer nicht so vollgestellt“, rät Scharrenbroch. Zudem werde der Platz hinter der Tür oftmals als gemütlich und geschützt empfunden.

Für eine quadratische Bodenfläche bieten sich Eckkleiderschränke an. „Der Vorteil besteht darin, dass die Fläche, die der Schrank beansprucht, auf zwei Wände aufgeteilt werden kann und nicht eine Wand komplett zugestellt wird“, sagt sie.

Ein schlauchförmiger Raum sollte durch breite Möbel nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Besser man stellt das Bett an eine der beiden kurzen Wände, lautet ihr Tipp. Sind im Kinderzimmer Dachschrägen vorhanden, empfiehlt sie maßgeschneiderte Schränke, die den vorhandenen Platz voll ausnutzen, oder niedrige Kommoden zu verwenden.

Hochbetten erst im Vorschulalter

Mehr vom Kinderzimmer haben die Kleinen, wenn ein Hochbett aufgebaut wird. „Darunter entsteht Stellfläche für einen Schreibtisch plus Regal oder Raum für eine Spielecke oder Kuschelhöhle“, sagt Möbel-Kennerin Scharrenbroch. Bei herkömmlichen oder leicht erhöhten Betten sollte an integrierte Schubladen oder Rollcontainer gedacht werden, die unter das Bett geschoben werden können.

Wichtig: Hochbetten sind erst für Kinder ab fünf oder sechs Jahren geeignet, weil sie erst dann die Höhe und das damit verbundene Risiko begreifen. Darauf weist die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder hin.

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dpa