Mein Burger und ich retten die Welt

Kolumne

An dieser Stelle schreibt Redakteur Marc Bracht eigentlich über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht‘s aber um kulinarische Sünden – aus ritterlichem Grund.

14.04.2020, 11:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Um die lokale Wirtschaft zu unterstützen, legt sich Leben-Redakteur Marc Bracht aktuell ein bisschen Hüftgold zu.

Um die lokale Wirtschaft zu unterstützen, legt sich Leben-Redakteur Marc Bracht aktuell ein bisschen Hüftgold zu. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Während ich diese Zeilen schreibe, verputze ich ein Stück Pizza. Von meinem Lieblings-Italiener. Von gestern. Und während mit klar wird, dass eine Pizza kalt zwar auch ganz gut schmeckt, frisch aber viel besser, singe ich „Nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko. Sie wissen schon: „Muss nur noch kurz die Welt retten...“ Ich bin kein großer Fan des Lockenkopfs, aber der Song passt. Denn der Rest der Pizza und ich retten die örtliche Gastronomie. Genauso wie der Burger am Freitag und das Champignon-Rahm-Schnitzel letzte Woche Sonntag. Mein Junk Food und ich, wir sind ein gutes Team. Weltretter eben. Und dass mir meine Hosen langsam nicht mehr passen, stört mich im Homeoffice wenig. Die Jogginghosen sitzen nämlich noch. Wie Leggings. Aber das ist schon in Ordnung.

Mit Thermoboxen durch die Corona-Krise

„Generell haben wir in den vergangenen Tagen einen wesentlichen Anstieg der Anfragen durch Restaurants feststellen können“, erklärte Takeaway.com, der Mutterkonzern des Lieferservices Lieferando, erst kürzlich. „Die Lieferung ist nun eine gute Alternative für Restaurants, die ihre Türen momentan für Gäste geschlossen halten müssen.“ Neben Lieferando und Co., den großen Playern im Geschäft, schießen auch vielerorts neue, lokale Angebote aus dem Boden. Bestellen, online bezahlen, kontaktlos entgegennehmen – und dabei etwas Gutes tun. Das hört sich gut an. Da bin ich dabei.

Sind Fast Food und Junk Food immer schlecht?

Spaß beiseite: Wir Imbiss-Fans wissen es eigentlich. Das, was wir da zu uns nehmen, kann nicht gesund sein. Es fehlt an Nährstoffen und Vitaminen. Fett und Zucker sind dafür reichlich drin. Bereits 2016 wiesen Forscher nach, dass unser Hirn stark auf Burger, Pizza und Co. reagiert. Wissenschaftler der Uni Bonn verfütterten die Kalorienbomben an Mäuse. Diese zeigten nach einiger Zeit die gleichen Symptome wie bei einer bakteriellen Entzündung. Schlechte Nachrichten also für uns Kochmuffel.

Schnell bedeutet nicht ungesund

Doch es lohnt sich, klar zu unterscheiden. Denn schnelle Küche, also Fast Food im wörtlichen Sinne, ist nicht zwangsläufig ungesund. Es gibt zahllose Gerichte, die man schnell zubereiten kann. Und wer bestellen will – ob aus ritterlichen oder Gründen der Faulheit – kann beispielsweise auf eine leckere, gesunde Bowl setzen. Und wenn es doch mal ein Döner sein muss, nehmen Sie ihn doch als Teller. Ohne Brot und Fritten versteht sich. Wer diese Punkte beherzigt – und sich regelmäßig bewegt, was ja auch im Homeoffice klappt -, der kann auch gern mal sündigen.

Gesundheit, Wellness, Rezepte: Auf Ruhr Nachrichten Leben finden Sie weitere spannende Themen:

www.ruhrnachrichten.de/leben