Migräne erkennen und behandeln

Mehr als Kopfweh

Kopfschmerzattacken können das alltägliche Leben teils massiv einschränken. Treten sie gehäuft auf, sollte man vorbeugen.

02.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenn zu Kopfschmerzen noch Symptome wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit dazukommen, deutet das auf eine Migräneattacke hin.

Wenn zu Kopfschmerzen noch Symptome wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit dazukommen, deutet das auf eine Migräneattacke hin. © Christin Klose/dpa

Migräne betrifft Millionen von Menschen in Deutschland - woran aber erkennt man die Attacken? Der Kopfschmerz an sich ist mittelschwer bis schwer und oft pochend und pulsierend. Für eine Migräne typisch ist die Dauer der Attacke von einem halben Tag bis drei Tagen. Weitere Symptome sind Übelkeit und Erbrechen sowie hohe Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen, wie die Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) erläutert. Häufig haben Betroffene Schmerzen, wenn sie sich anstrengen.

Migräne: Klinisches Bild kann unterschiedlich sein

Die Experten betonen, dass das klinische Bild einer Migräne sehr unterschiedlich sein kann. Deshalb sollte man, wenn die Symptome neu auftreten, einen Arzt aufsuchen, damit der eine Diagnose stellen und möglicherweise gefährliche Kopfschmerzen ausschließen kann. Wirken Schmerzmittel nicht mehr oder treten neue Beschwerden bei den Attacken auf, ist ein Arztbesuch ebenfalls ratsam.

Migräne vorbeugend behandeln

In bestimmten Fällen sollten Migränepatienten darüber nachdenken, nicht nur bei auftretenden Attacken etwas zu tun, sondern die Migräne vorbeugend zu behandeln, rät die DMKG: Wenn die Attacken gehäuft, das heißt mindestens drei bis vier Mal im Monat, auftreten, wenn man an zehn Tagen oder mehr im Monat Schmerzmittel nehmen muss oder man berufliche und private Probleme aufgrund der Migräne bekommt.

Therapien gegen Migräne sinnvoll kombinieren

In dem Fall könnten Therapien, zum Beispiel die Kombination von Entspannungsverfahren und Ausdauersport, mit einer medikamentösen Behandlung verbunden werden. Nach Schätzungen der Fachgesellschaft sind 10 bis 15 Prozent der Menschen in Deutschland von Migräne betroffen, Frauen wesentlich häufiger als Männer.

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dpa